Wahlerscheid / Grenzgebiet Belgien–Deutschland – Erschreckende Ergebnisse bei groß angelegten Schwerlastkontrollen im deutsch-belgischen Grenzgebiet: Beamte mehrerer Behörden haben am Mittwochmorgen zahlreiche Holztransporte überprüft – und stießen dabei auf massive Verstöße. Bei rund drei Viertel der kontrollierten Fahrzeuge wurde eine Überladung festgestellt.
Besonders alarmierend: Nahezu alle beanstandeten Holztransporte lagen deutlich über dem erlaubten Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Viele Fahrzeuge brachten zwischen 51 und 59,5 Tonnen auf die Waage. Ein Transport lag bei 49 Tonnen – nur ein einziger blieb im zulässigen Bereich.
Spitzenreiter mit 63,7 Tonnen – über 55 Prozent zu schwer
Den Negativrekord stellte ein belgischer Langholztransport im Bereich Wahlerscheid auf. Die Waage zeigte 63,7 Tonnen Gesamtgewicht – das entspricht einer Überladung von mehr als 55 Prozent.
Die Konsequenzen waren drastisch:
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Sofortige Untersagung der Weiterfahrt
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Einzug sämtlicher Ausnahmegenehmigungen
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Komplettes Abladen der Ladung vor Ort
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Weitertransport nur durch mindestens zwei andere Fahrzeuge
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Sicherheitsleistung von knapp 800 Euro
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Erst danach durfte der Fahrer leer weiterfahren
Bußgelder, Sicherheitsleistungen und drohender Erlös-Einzug
Gegen alle Fahrer der überladenen Holztransporte wurden Bußgeldverfahren eingeleitet. Zusätzlich laufen gegen die verantwortlichen Unternehmen Verfahren, bei denen der Frachterlös eingezogen werden kann.
Auch abseits der Holztransporte wurden Verstöße festgestellt:
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Ein Dung-Transport aus den Niederlanden mit knapp 45 Tonnen Gewicht, zusätzlich mit Verstößen gegen das Güterkraftverkehrsgesetz
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Ein Holztransporter war zu schnell unterwegs – Sicherheitsleistung: rund 200 Euro
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Mehrere Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten
Behörden ziehen klares Fazit
Das Ergebnis der Kontrollen spricht eine deutliche Sprache: Nur wenige Fahrzeuge hielten das zulässige Gesamtgewicht ein. Auch wenn nicht alle Fahrer begeistert reagierten, sehen die Behörden die Maßnahme als zwingend notwendig an.
„Die Kontrollergebnisse zeigen klar, dass solche Einsätze auch künftig regelmäßig durchgeführt werden müssen“, heißt es aus Einsatzkreisen.
Großeinsatz mehrerer Behörden
An den Kontrollen beteiligt waren:
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die Police Zone Eifel (Belgien)
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der Verkehrsdienst Euskirchen
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das Bundesamt für Logistik und Mobilität
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die Schwerlastkontrollgruppe des Polizeipräsidiums Trier
Fazit: Gefahr für Straßen und Verkehrsteilnehmer
Überladene Holztransporte stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar – für Fahrer, andere Verkehrsteilnehmer und die Infrastruktur. Die aktuellen Kontrollen zeigen: Das Problem ist größer als gedacht – und längst kein Einzelfall.

















