Urteil rechtskräftig: Islamistischer Attentäter sticht Polizisten nieder – lebenslange Haft für Mörder!

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Die Deutsche Polizeigewerkschaft Saarland begrüßt das Urteil nach einem tödlichen Angriff auf einen Polizisten. Foto: Marijan Murat/dpa

Mannheim/Stuttgart. Das Urteil ist endgültig: Der Messerangreifer von Mannheim, Sulaiman A., muss lebenslang hinter Gitter. Nach dem tödlichen Angriff auf den Polizisten Rouven Laur haben alle Verfahrensbeteiligten die Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart akzeptiert – keine Revision, keine weiteren Instanzen. Damit ist die Strafe rechtskräftig.

Blutiger Angriff auf dem Marktplatz

Am 31. Mai 2024 hatte A. mitten in Mannheim brutal zugeschlagen: Sechs Menschen wurden verletzt, darunter fünf Teilnehmer einer Kundgebung der islamkritischen Bewegung Pax Europa (BPE). Besonders tragisch: Der 29-jährige Polizist Rouven Laur wurde schwer getroffen und starb zwei Tage später im Krankenhaus. Mehr Blaulicht-News

Der Täter, ein 25-jähriger Afghane, handelte laut Gericht islamistisch motiviert. Erst Schüsse eines anderen Beamten konnten den Angreifer stoppen.

Urteil mit besonderer Schwere der Schuld

Das OLG Stuttgart sprach A. wegen Mordes, versuchten Mordes in vier Fällen und gefährlicher Körperverletzungschuldig. Zudem wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt – was bedeutet, dass eine Haftentlassung frühestens nach 25 Jahren geprüft wird, oft aber deutlich länger dauert.

Was wird aus dem Täter?

Eine mögliche Abschiebung nach Afghanistan steht im Raum. Dafür müssten die Ausländerbehörden aktiv werden – und die Bundesanwaltschaft einer weiteren Haftverbüßung in Deutschland zustimmen. Berücksichtigt würden dabei die Umstände der Tat, die bisherige Haftdauer sowie die familiäre Situation des Täters, der vor seiner Tat mit Frau und zwei Kindern in Heppenheim lebte.

Ein Fall, der Deutschland erschütterte

Der Angriff hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Ein Polizist, der im Dienst für die Sicherheit anderer sein Leben ließ – und ein islamistischer Täter, der ein klares Ziel hatte. Mit der nun rechtskräftigen Entscheidung dürfte der Fall juristisch abgeschlossen sein. Gesellschaftlich und politisch aber wird er noch lange nachhallen.

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