Geplante Lauterbach-Entführung: Angeklagter laut Gutachter schuldfähig

Eine Gruppe soll geplant haben, die Regierung zu stürzen und Gesundheitsminister Lauterbach zu entführen. Einer der fünf Angeklagten ist nun von einem Gutachter untersucht worden.

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Foto: Thomas Frey / dpa / Archiv

KOBLENZ. Im Prozess um einen geplanten Umsturz in Deutschland ist einer der Angeklagten nach Ansicht eines Sachverständigen schuldfähig. Für ihn komme demnach auch keine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik infrage, sagte der Gutachter vor dem Oberlandesgericht Koblenz.

Der Mann habe zwar narzisstische Persönlichkeitszüge, die aber keine Persönlichkeitsstörung darstellten, sagte der Gutachter. Der 45 Jahre alte Angeklagte neige zudem dazu, «die wahren Gefühle nicht zu zeigen und vielleicht eher mit Späßen und Humor zu überdecken». Der Angeklagte, der auch als Comedian gearbeitet hat, habe die grundlegende Haltung, dass er ungerecht behandelt werde und die Anklage nicht gerechtfertigt sei.

Dem 45-Jährigen sowie vier Mitangeklagten wird vorgeworfen, eine inländische terroristische Vereinigung gegründet zu haben oder darin Mitglied gewesen zu sein. Laut Anklage wollte die Gruppe die Regierung stürzen und in Deutschland Chaos schüren. Zum Plan sollen auch die Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und die Erzeugung eines Stromausfalls gehört haben. (Quelle: dpa)

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