RLP: Zahl der Geldautomaten-Sprengungen innerhalb eines Jahres verdoppelt!

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Ein gesprengter Geldautomat: Foto: Matthias Balk/dpa/Symbolbild

MAINZ. Die Zahl der Geldautomatensprengungen in Rheinland-Pfalz hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. 48 Fälle wurden bis Mitte Dezember angezeigt, nach 21 im selben Zeitraum 2021, wie das Innenministerium in Mainz mitteilte. Im gesamten Vorjahr gab es 23 Sprengungen von Geldautomaten.

Die Täter kommen längst nicht immer an das Geld, richten aber in der Regel enormen Sachschaden an und gefährden auch Menschenleben. Zwölf Verdächtige sind 2022 im Zusammenhang mit Geldautomatensprengungen festgenommen worden. Das waren neun mehr als im Jahr zuvor.

Die Innenministerkonferenz habe Anfang Dezember die freiwillige Selbstverpflichtung der Betreiber gelobt, zum Schutz vor Geldautomatensprengungen Vernebelungstechnik, sowie Einfärbe- und Klebesysteme zu verwenden, berichtete die Sprecherin des Innenministeriums. Sofern es keine Fortschritte gebe, müssten nach Auffassung der Innenminister gesetzliche Verpflichtungen geschaffen werden. (Quelle: dpa)

4 Kommentare

  1. Wer noch die RAF-Zeiten der 70er Jahre miterlebt hat – und eben gerade den Corona-Wahn – kann bestätigen: WENN dieser Staat bestimmte Taten strafrechtlich verfolgen WILL, dann kann er es und dann tut er es.

    Das ist offensichtlich nicht der Fall bei den Geldautomaten-Sprengungen (obwohl diese teuer und gefährlich sind für die Allgemeinheit), und bei so einigem anderen, jeder weiß, was ich meine.

    Man wird das Gefühl nicht los, dass der Staat „gewisse“ Tätergruppen nicht so bedrängen will, wie er es eigentlich könnte. Während andererseits vor einem Jahr noch bedenkenlos die ganz große Keule herausgeholt wurde gegen anständige und gesetzestreue Bürger, die willkürliche, verfassungsbrechende Ausgangssperren, Berufsverbote, Reiseverbote nicht hinnehmen wollten.

    In diesem Deutschland ist etwas in einer furchtbaren Weise verfault, das bereinigt werden muss. Nach den nächsten Bundestagswahlen, hoffentlich.

  2. Schade, dass wir bis zu den nächsten Bundestagswahlen warten müssen. So langsam sollte es den Regierenden dämmen, dass hier zügig entschieden werden muss.
    Vllt sind die Räuber, die Automaten sprengen, keine Schwerkriminellen, sondern einfache verzweifelte Menschen mit nicht selbst verursachten Geldsorgen. Hört sich doof an und ich würde das auch nicht machen, aber aus Verzweiflung ist schon so manches Undenkbar passiert.
    Also, liebe Politiker, schaut bitte einmal hinter die Fassade.

  3. In unseren Nachbarländern Belgien, Holland und Frankreich sind solche Geldeinfärbesysteme längst Pflicht, was zu einem deutlichen Rückgang der Sprengungen führte. Da fragt man sich natürlich warum das angesichts der Umstände bei uns nicht schon lange passiert ist ? Letztendlich bezahlen wir alle für die immensen Schäden der dabei angerichtet wird !

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