Fahrlehrer lebensgefährlich verletzt: Siebeneinhalb Jahre Haft nach Messerattacke

0
Eine Kriminaltechnikerin der Spurensicherung arbeiten nach einem Polizeieinsatz am Aliceplatz. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

MAINZ. Wegen einer Messerattacke auf seinen ehemaligen Fahrlehrer ist ein Mann vom Landgericht Mainz zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

Der Richter befand den 32 Jahre alten Angeklagten am Mittwoch des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung für schuldig.

Der Mann aus Somalia hatte im März 2022 seinen ehemaligen Fahrlehrer mit einem Messer attackiert und ihn lebensgefährlich verletzt. Auch einen Kollegen, der dem 49-Jährigen zur Hilfe eilte, wurde vom Angreifer verletzt, bevor ein Polizist den Angriff mit mehreren Schüssen beenden konnte.

Dem Urteil zufolge habe sich der Täter wegen seines christlichen Glaubens vom andersgläubigen Fahrlehrer diskriminiert gefühlt und dies auch als Grund gesehen, dass er mehrfach durch die Fahrprüfung gefallen sei. In einer Vereinbarung einigten sich die Anwälte von Täter und Opfer noch vor dem Urteil auf eine Zahlung von 30.000 Euro Schmerzensgeld, von denen das Opfer bereits 10.000 Euro erhalten hat.

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Verfahren elf Jahre Haft gefordert. Die Verteidiger plädierten wegen versuchten Totschlags und verminderter Schuldfähigkeit für eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.