Caritas Trier: Lebendiges Miteinander in Mariahof und Kürenz fördern

0
Kerstin Katharina Vogel (links) und Julia Steinert. Foto: Caritasverband Trier e.V.

TRIER. Betrachtet man die einzelnen Trierer Stadtteile als eigenen Kosmos und bezieht die individuellen Lebensbedingungen der Menschen vor Ort mit ein, so stellt dies die Ausgangslage der Gemeinwesenarbeit des Caritasverband Trier e.V. dar. Diese bietet Hilfe zur Selbsthilfe an und beteiligt darüber hinaus die Bürgerinnen und Bürger an der Organisation und der Umsetzung unterschiedlichster Angebote. Als soziale Arbeit im Quartier möchte sie die Lebensbedingungen der Menschen in ihren Stadtteilen verbessern. So werden die Anliegen und Themen der Bewohnerinnen und Bewohner aufgegriffen, Möglichkeiten entwickelt und in Netzwerken Kooperationspartner zusammengebracht. Auch die Beratung in unterschiedlichen Lebensbereichen und die Vermittlung von entsprechenden Hilfen ist Teil der Gemeinwesenarbeit. Diese können soziale, finanzielle, familiäre oder persönliche Angelegenheiten betreffen, aber auch Fragen zum Umgang mit Behörden und Einrichtungen oder die Vermittlung an Fachdienste.

In Mariahof begann die Stadtteilarbeit bereits im Jahre 2011 mit dem ehrenamtlichen Projekt „Wir sind Mariahof“, einer gemeinsamen Initiative des Caritasverbandes Trier e.V. und der Pfarreigemeinschaft Heiligkreuz, um den Stadtteil Mariahof lebendiger zu gestalten und in Form eines Stadtteiltreffs eine Begegnungsmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Seit August 2021 ist Kerstin Katharina Vogel neu vor Ort und hauptamtliche Ansprechpartnerin im Rahmen der Gemeinwesenarbeit Mariahof (GWA). Sie arbeitet gemeinsam mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. „Mein Einstieg wurde durch die Corona-Pandemie erschwert, aber die Angebote werden gut angenommen und viele weitere Aktivitäten sind in Planung“, berichtet Kerstin Katharina Vogel.

Im Stadtteiltreff finden zahlreiche Angebote statt – aktuell natürlich unter Corona-Bedingungen. Spielecafé für Seniorinnen und Senioren, Spazieren mit Gymnastikstopp (in Kooperation mit dem Haus der Gesundheit), Café Zeitreise in Zusammenarbeit mit dem Demenzzentrum Trier, Café International und mehr. Gut kommt auch der „Suppentag“ an (3. Donnerstag im Monat). Hier wird einmal im Monat ein herzhafter Eintopf gekocht und von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern angeboten. Weitere familien- und generationsübergreifende Angebote sind bereits in Planung, so z.B. ein Elterncafé, digitale Unterstützung für Senioreninnen und Senioren und ein Internetcafé. Weitere Ideen sind gerne willkommen! Ebenso ist die Gemeinwesenarbeit Mariahof in der Stadt vernetzt, nimmt teil am Projekt „Communities That Care (CTC)“ und arbeitet mit am Projekt „Gemeinwesenarbeit und Demokratieförderung“ in Kooperation mit der Universität Trier/Politikwissenschaft. Das Büro der GWA befindet sich direkt um die Ecke der Ladenpassage.

Auch im Stadttteil Alt-Kürenz tut sich etwas. So gibt es seit Februar 2022 einen neuen Standort der Gemeinwesenarbeit. Ansprechpartnerin ist hier Julia Steinert, Mitarbeiterin beim Caritasverband Trier e.V. Viele Bürgerinnen und Bürger kennen die Stadtteilinitiative „L(i)ebenswertes Kürenz“, die sich in den letzten Jahren für ein lebendiges Miteinander vor Ort eingesetzt hat. Dieser Leitgedanke wird auch zukünftig in Form der sozialen Arbeit im Quartier aufgegriffen und erweitert. Sie steht allen Bürgerinnen und Bürgern offen und möchte die Lebens- und Wohnqualität im Stadtteil verbessern.

Das Büro befindet sich im Pfarrzentrum St. Bonifatius und wird weiterhin als Stadtteilbüro Anlaufstelle sein. Das Pfarrzentrum war in der Vergangenheit ein Treffpunkt für Begegnungen und Austausch. Bedingt durch die Corona-Pandemie konnten diese Angebote in den letzten beiden Jahren leider kaum noch stattfinden. Sobald es die Situation ermöglicht, soll hier wieder ein aktiver Raum des Miteinanders entstehen. Dabei stehen die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner im Mittelpunkt. “Voller Freude Blicke ich auf die Begegnungen mit den Menschen vor Ort und meine Tätigkeit in Alt-Kürenz. Schnellstmöglich werde ich versuchen in Kontakt mit den Menschen zu treten und bedürfnisorientiert Angebote zu gestalten“, so Julia Steinert zu ihrem Start.

Bürgermeisterin Elvira Garbes und Sozialraumplaner Simeon Friedrich, im Jugendamt zuständig für die Gemeinwesenarbeit, begrüßen das Engagement der beiden Caritas-Mitarbeiterinnen vor Ort: „Die Gemeinwesenarbeit in Mariahof und Alt-Kürenz macht deutlich, dass eine kompetente und zugewandte Arbeit den Menschen in den Stadtteilen zugutekommt. Von Seiten der Stadt fördern wir daher sehr gerne diese Stellen und freuen uns auf eine gute Kooperation.“ (Quelle: Caritasverband Trier e.V.)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.