«Sag deinen Eltern, die sollen wieder zurückpaddeln» – Rassismus-Vorwürfe gegen Saarbrücken Spieler

1
Fußbälle liegen in einem Tor. Foto: dpa ; Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

SAARBRÜCKEN. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) geht dem Verdacht auf rassistische Äußerungen beim Drittliga-Spiel des 1. FC Saarbrücken gegen den 1. FC Magdeburg nach. Der DFB bestätigte auf Anfrage, dass das Gremium die Vorwürfe und den Vorgang prüfe. Medienberichten zufolge sollen Saarbrücker Spieler nichtdeutsche Fußballer der Magdeburger beleidigt haben. Die betroffenen Spieler des 1. FC Magdeburg wurden zu einer Stellungnahme aufgefordert, bestätigte der 1. FC Magdeburg.

«Wir haben eine Null-Toleranz-Grenze beim Thema Rassismus. Spieler, die sich solche Dinge erlauben, gehören vom Spielfeld verwiesen. Welcher Herkunft Menschen sind, ist völlig egal», sagte Magdeburgs Trainer Christian Titz am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Noch am Abend nach der Partie seien Spieler zu ihm gekommen und hätten von den rassistischen Ausfällen berichtet und sie detailliert geschildert. Optimal wäre es gewesen, sagte Titz, man hätte es direkt während des Spiels erfahren. Dann hätte man auch den Schiedsrichter kontaktieren können.

«Man sollte nach einem kampfbetonten Spiel und einer verdienten Niederlage keine Ausreden in einem Bereich suchen, der den Sieger diskreditieren will», sagte Saarbrückens Pressesprecher Peter Müller in einer Erklärung des Vereins. Er hätte den Schiedsrichter nach dem Spiel gefragt. Dieser habe ihm bestätigt, dass keine rassistischen Äußerungen gefallen sind, betonte Müller. Es stehe auch nichts auf dem Spielberichtsbogen.

In der «Bild» (Mittwoch) hatten die Magdeburger Spieler Baris Atik und Amara Condé von Äußerungen des Saarbrückers Denis Erdmann und anderer Spieler berichtet. Es seien Sätze gefallen wie «Sag deinen Eltern, die sollen wieder zurückpaddeln». «Das N-Wort hast du permanent gehört und immer war eine dreckige Lache dabei», berichtete Condé. Schiedsrichter Robert Kampka (Mainz) sagte der Zeitung, nichts von den Beleidigungen gehört zu haben.(dpa)

Vorheriger Artikel„Endlich einen Lagebericht vorlegen“ – Vier Länder fordern Bund zu Afghanistan-Gipfel auf
Nächster ArtikelKommender Schulstart am Montag: Die Schülerzahl im Saarland wächst

1 KOMMENTAR

  1. Gegen solche Äußerungen muß man natürlich mit aller Härte vorgehen ! Speziell auch weil deutsche Spieler in vielen Profimannschaften ja zur absoluten Minderheit geworden sind und man ja will das es auch so bleibt.
    Die ausländischen Goldstücke sollen ja nicht vergrault werden , weil die Züchtung des eigenen Nachwuchses immer weiter zurückgeht .

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.