Landesarmutskonferenz fordert von Regierung ein Sozialticket und mehr Sozialwohnungen

0
Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Die Landesarmutskonferenz Rheinland-Pfalz hat die Teilnehmer an den Koalitionsverhandlungen zur Einführung eines landesweiten Sozialtickets und zu einer deutlichen Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus aufgefordert.

«Die Bekämpfung von Armut muss zum zentralen Ziel der Landesregierung werden», erklärten am Mittwoch die Sprecher des Bündnisses, der Mediziner Gerhard Trabert und der Pfarrer Albrecht Bähr. In der Landesarmutskonferenz haben sich Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände, Vereine, Wissenschaftler und Selbsthilfeinitiativen zusammengeschlossen.

Von der künftigen Landesregierung erhoffe sich das Bündnis «ein starkes Signal im Kampf gegen Armut, steigende Mieten, prekäre Arbeitsverhältnisse und die deutlich wachsende Bildungsungerechtigkeit», erklärte die Landesarmutskonferenz in Mainz. Soziale Aspekte und Auswirkungen müssten bei jedem Gesetzesvorhaben und politischem Handeln auf allen Ebenen mitgedacht werden.

Die Corona-Pandemie habe die Spaltung der Gesellschaft in arm und reich noch sichtbarer gemacht. «Die ganze Gesellschaft ist betroffen von der Pandemie, insbesondere Familien», sagte Bähr. «Aber es macht einen Unterschied, ob Kinder zu Hause am eigenen PC lernen können oder am Küchentisch das Handy reihum gehen lassen müssen, um in den Genuss von Online-Unterricht zu kommen. Es macht einen Unterschied, ob sie sich im Garten austoben können oder in zu kleinen Wohnungen keine Rückzugsmöglichkeit haben.»

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.