Sexistische Äußerungen von Lehrer: Schon 2012 Beschwerde bei der ADD Trier eingegangen

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Foto: dpa-Archiv

TRIER/KOBLENZ. Wegen mutmaßlicher sexistischer Äußerungen ist gegen den vorerst vom Dienst entbundenen Leiter des Koblenz-Kollegs schon 2012 eine Beschwerde bei der Schulaufsicht eingegangen.

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) bestätigte in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine parlamentarische AfD-Anfrage den Eingang einer Eingabe in jenem Jahr.

Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier leitete als Schulaufsicht allerdings erst 2020 ein Disziplinarverfahren ein. Eine ADD-Sprecherin sagte am Dienstag, ihre Behörde sei zwar bereits 2012 «der Sache nachgegangen». Die damaligen Erkenntnisse hätten aber noch nicht für ein Disziplinarverfahren ausgereicht.

Nach Aussage etlicher jetziger und ehemaliger Schülerinnen des Koblenz-Kollegs soll der zwischenzeitlich zum Schulleiter beförderte Lehrer sie über Jahre hinweg mit sexistischen Äußerungen belästigt haben. In der staatlichen Einrichtung machen vor allem jüngere Erwachsene das Abitur nach.

Laut Ministerin Hubig wurden im Rahmen des Disziplinarverfahrens seit September 2020 zahlreiche «aktuelle und ehemalige Kollegiatinnen und Kollegiaten, Lehrkräfte sowie weitere Personen» vor allem schriftlich befragt oder auch mündlich angehört. Für die Aufarbeitung der Vorwürfe am Kolleg und die «Wiederherstellung des Schulfriedens» sei vor Ort ein umfangreiches Coaching-Konzept entwickelt worden. Nach früheren Angaben der ADD gibt es an Schulen auch Fälle grundloser Beschuldigungen, deshalb werde sehr sorgfältig und sensibel geprüft.

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