Nachtaktiver Allesfresser: Erster Nachweis von Marderhund in Luxemburg

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Marderhund
Ein Marderhund (Nyctereutes procyonoides). Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

LUXEMBURG. In Luxemburg ist erstmals ein Marderhund nachgewiesen worden. Wie die Naturverwaltung des Landes am Montag mitteilte, handelt es sich um ein Tier aus dem südluxemburgischen Raum Bettemburg.

In den vergangenen Jahren habe es mehrmals Hinweise auf Marderhunde gegeben. Am vergangenen Mittwoch sei nun der erste offizielle Nachweis gelungen.

Der Marderhund stammt aus Ostasien und hat sich in Deutschland seit den 1960er Jahren ausgebreitet. Das auch Enok genannte Tier ist nachtaktiv. Der Allesfresser hat ein grau-braunes Fell mit langen Haaren und wird bis zu zehn Kilogramm schwer. Auch wegen seiner Gesichtsmaske mit der dunklen Augenbinde ähnelt er dem Waschbären.

Zwischen 1929 und 1955 wurden laut Luxemburger Naturverwaltung rund 9000 Marderhunde zu Jagdzwecken in Russland und der Ukraine ausgesetzt. Von dort habe sich die Art nach Westen ausgebreitet. Der Marderhund werde von der EU-Kommission auf der „Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung“ geführt. In Luxemburg darf der Marderhund ganzjährig bejagt werden – mit Ausnahme der Jagdruhe vom 1. März bis 15. April.

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