Oberlandesgericht führt als erstes Obergericht E-Akte ein

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Auf einem Bildschirm wird der Startschuss für die elektronische Akte angezeigt. Foto: Peter Endig/ dpa-Archiv

KOBLENZ. Weniger Papierkrieg, mehr Effizienz: Das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz führt als erstes Obergericht in Rheinland-Pfalz die elektronische Akte ein. Den Startschuss will OLG-Präsidentin Marliese Dicke heute geben. Zu den Obergerichten gehören im Land auch das Pfälzische OLG Zweibrücken, das Oberverwaltungs-, das Landessozial- und das Landesarbeitsgericht.

Zunächst sollen am OLG Koblenz alle eingehenden Zivilverfahren nur noch in elektronischen Akten erfasst werden. Im Frühjahr 2020 folgt hier laut Planung die Einführung der E-Akte in den Familienverfahren. Diese Digitalisierung soll Verfahren und Abläufe beschleunigen. E-Akten sind für Verfahrensbeteiligte sofort per Computer abrufbar. Aufwendiges Kopieren oder Ausdrucken von Schriftsätzen entfällt. Auch das Bearbeiten, etwa die Suche nach einer bestimmten Stelle in einer Akte, soll leichter sein. Noch werden an Gerichten im Land viele Papierakten auf Transportwagen über Flure gerollt oder getragen.

In Zivilverfahren – wenn es also zum Beispiel um Streit unter Nachbarn geht – ist die E-Akte an Gerichten an den Pilotstandorten Kaiserslautern und Bad Kreuznach bereits 2018 eingeführt worden. Die Amts- und Landgerichte Koblenz und Frankenthal sind kürzlich gefolgt. Die elektronische Gerichtsakte muss nach einer Vorgabe des Bundes bis spätestens Januar 2026 deutschlandweit überall angekommen sein. Rheinland-Pfalz will dies schon bis Ende 2024 schaffen.

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