Rheinland-Pfalz schickt Hunderte Polizisten zu G20

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Eine Polizistin sucht mit einem Hund nach möglichen Gefahrenquellen.

Bildquelle: Bodo Marks / dpa-Archiv

MAINZ / HAMBURG (dpa/lrs). Zwischen 500 und 1000 Polizisten aus Rheinland-Pfalz werden beim G20-Gipfel in Hamburg im Einsatz sein. Das verlautete aus Sicherheitskreisen.

Wenn die 20 größten Wirtschaftsmächte an diesem Freitag und Samstag an der Elbe zusammenkommen, helfen die rheinland-pfälzischen Polizisten bei ganz unterschiedlichen Aufgaben mit: beim Schutz von Räumen und Veranstaltungen und mit technischer Unterstützung. Mehr als 19 000 Polizisten sind insgesamt im Einsatz, wenn sich die Staats- und Regierungschefs der 20 größten Wirtschaftsmächte treffen.

«Wir sind mit dem vollen Spektrum vertreten», sagte der Sprecher des Innenministeriums, Steffen Wehner, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Der überwiegende Teil ist Bereitschaftspolizei (Bepo).» Außerdem seien Spezialeinheiten zur Beweis- und Festnahme, Kollegen des Spezialeinsatzkommandos (SEK) und des Landeskriminalamts (LKA) sowie Hundeführer und Taucher in Hamburg. Die ersten Polizisten trafen schon am 22. Juni in Hamburg ein. «Die Spitze des Personals wird zum Einsatz am 7./8. erreicht.»

Innenminister Roger Lewentz (SPD) erklärte in einer Antwort auf eine Anfrage aus der CDU-Fraktion, die Sicherheit der Bürger in Rheinland-Pfalz werde durch die Entsendung der Beamten nach Hamburg nicht beeinträchtigt.

Aber nicht nur Polizisten aus Rheinland-Pfalz helfen in Hamburg mit. Auch ein gepanzerter Sonderwagen, ein Bild-Übertragungswagen und eine Einsatzküche sind an der Elbe mit dabei. Zwei Wasserwerfer waren bereits im Einsatz, sie waren im Fernsehen zu sehen.

Spezialeinheiten und Beamte zum Schutz von Räumen sind zentral in Hamburg untergebracht, andere übernachten außerhalb von Hamburg. Einige Beamte waren nach Kritik an ihren Container-Unterkünften in Bad Segeberg nach Bispingen in der Lüneburger Heide verlegt worden. Sie hatten sich beschwert, dass es in die Container hereinregnete. Zudem habe es verschlossene Duschen gegeben, Toilettenpapier habe gefehlt, der Weg zum Essen sei zu lang gewesen.

Nach Angaben von Innenminister Roger Lewentz (SPD) hat sich die Situation verbessert. «Das ist unzumutbar», sagte Lewentz am Dienstag in Enkenbach-Alsenborn mit Blick auf Wasser in Containern. «Da haben wir sehr schnell Abhilfe geschaffen.» Er betonte: «Das wird ein langer und belastender Einsatz.» Da müssten die Rahmenbedingungen stimmen.

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