Industrie und Arbeit 4.0 – nur etwas für die Großen?

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v. l. n. r.: Hubert Rommelfanger (WFG Trier-Saarburg), Reinhard Müller (IRT), Heinz Schwind (IHK Trier), Dr. Markus Jostock (Arend Prozessautomation), Dr. Sebastian Schlund (Fraunhofer Institut Stuttgart)

Bildquelle: Rolf Lorig

TRIER. Hinter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ verbirgt sich insbesondere die Verzahnung der industriellen Produktion „mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik“. Welche Auswirkungen wird die, als „4.0 industrielle Revolution“ gehandelte technologische Entwicklung auf kleine und mittlere Unternehmen haben? Hierüber informierten die IHK Trier, die Wirtschaftsförderung im Landkreis Trier-Saarburg GmbH und der Zweckverband Industriepark Region Trier im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung am 20. April 2016. Rund 60 Unternehmensvertreter fanden sich hierzu im Konferenzraum des Industrieparks ein. Als Referenten waren Herr Dr.-Ing. Sebastian Schlund vom Fraunhofer Institut in Stuttgart und Herr Dr.-Ing. Markus Jostock von Arend Prozessautomation GmbH in Wittlich eingeladen.

Herr Dr. Schlund ist Arbeitswissenschaftler und in zahlreichen Projekten rund um das Thema Industrie 4.0 aktiv. Er stellte die aktuellen nationalen und internationalen Aktivitäten auf diesem Gebiet vor sowie die erwarteten Auswirkungen auf Produktionsarbeit und die Relevanz des Themas für mittelständische Unternehmen.
Herr Dr. Jostock ist Leiter der Informationstechnologie der Firma AREND Prozessautomation, die zum einen als führender Anbieter für die Entwicklung von elektrotechnischen Anlagen im Bereich der Automatisierungstechnik zählt und zukunftsweisende Lösungen für die Belange der Industrie 4.0 bietet. Die Vorträge waren gespickt mit wertvollen Tipps für die Praxis, die die Unternehmensvertreter –zur Hälfte aus dem Mittelstand – mit nach Hause nahmen. Die Vernetzung von Mensch und Maschine, die Veränderungen in der Arbeitswelt und die Möglichkeiten, vorhandene Technologien sinnvoll in Industrie 4.0 zu integrieren, waren Themen in einer anschließenden Diskussionsrunde, bei der sich die Teilnehmer aktiv mit einbringen konnten. So fand ein reger Austausch zwischen den beiden Experten sowie den noch unerfahrenen Unternehmen als auch mit den Unternehmen statt, die
bereits erste Erfahrungen mit Industrie und Arbeit 4.0 vorweisen konnten. Bei einem anschließenden Get-Together konnten sich die Unternehmer untereinander rege austauschen und die Veranstaltung locker ausklingen lassen.
Die IHK Trier beabsichtigt, einen Arbeitskreis zum Thema Industrie 4.0 ins Leben zu rufen. Hierbei sollen interessierte Unternehmen zusammen kommen, die Industrie 4.0 in der Praxis weiter entwickeln und vom Erfahrungsaustausch praktischer Ansätze in der Umsetzung profitieren möchten.

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