Ende der Niedrig-Zinsen: Mehr Zwangsversteigerungen in RLP erwartet

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Foto: pixabay

MAINZ. Wie die FAZ berichtet, erwartet der Eigentümerverband Haus und Grund eine steigende Zahl von Zwangsversteigerungen im Immobilien-Bereich in Rheinland-Pfalz. Solange die Zinsen niedrig waren, wurden viele Immobilien mithilfe von Darlehen mit zehnjähriger Laufzeit finanziert, so der Sprecher des Verbandes, Ralf Schönfeld, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Da diese Frist nun dem Ende entgegen geht, besteht die Gefahr, dass Eigentümer durch hohe Darlehensraten bei Neu- und Anschlussfinanzierungen in eine finanzielle Schieflage geraten. Gläubigern steht dann der Weg der Zwangsversteigerung offen, um an ihr Geld zu gelangen, sollten die Eigentümer Haus und Grundstück nicht mehr bezahlen können oder zu hoch verschuldet sein. Der Gläubiger kann dann das Verfahren der Zwangsversteigerung beim Amtsgericht einleiten, wobei ein Gutachter den Mindestpreis der Immobilie ermittelt.

Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres wurden in Rheinland-Pfalz laut Justizministerium 239 Immobilien zwangsversteigert. 2023 lag die Zahl bei 467 insgesamt, 2022 waren es 490 und 2021 476. Dies geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Fraktion der Freien Wähler im rheinland-pfälzischen Landtag hervor.

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