Corona-Krise: Konjunkturpaket gelobt, Fahrrad beliebt, Lehrer warnen vor großer Eile

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Viele Menschen entdecken in der Corona-Krise das Rad neu oder nutzen es öfter als sonst. Die Branche profitiert davon und hat teilweise mit Lieferengpässen zu kämpfen. Unterdessen warnt der Verband der Berufsschullehrer in Rheinland-Pfalz vor einer zu schnellen Rückkehr zum Regelbetrieb nach den Sommerferien. Der Trend bei den Fallzahlen bleibt positiv. Die Themen des Tages im Überblick:

BOOM – Fahrradhändler und -hersteller in Rheinland-Pfalz sprechen in der Corona-Krise von einem wahren Ansturm der Kunden. Viele Menschen zwischen Westerwald und Pfalz sind in den Tagen der Pandemie offenbar auf Rad, E-Bike oder Lastenrad umgestiegen. Der Geschäftsführer des Radgeschäfts Velopoint in Trier, Uwe Fries, beispielsweise spricht von extremer Kundennachfrage über alle Gesellschaftsschichten hinweg.

SCHULE – Der Verband der Berufsschullehrer in Rheinland-Pfalz hat vor einer zu schneller Rückkehr zum Regelbetrieb nach den Sommerferien gewarnt. „Trotz zurückgehender Infektionszahlen muss beachtet werden, dass gerade die Schulart BBS (berufsbildende Schule) als Infektionsherd für eine erneute sehr schnelle und weite Ausbreitung des Corona-Virus hervorragend geeignet ist“, heißt es in einer Mitteilung der Verband der Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen Rheinland-Pfalz (vlbs)vom Donnerstag in Mainz.

NEUE ZAHLEN – In Rheinland-Pfalz sind am Donnerstag erneut 13 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der bestätigten Infektionen innerhalb eines Tages um 0,19 Prozent auf 6726 (Stand: Donnerstag 10.00 Uhr), wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. 230 Menschen starben seit Beginn der Pandemie Ende Februar in Verbindung mit einer Covid-19-Infektion. Diese Zahl ist seit gut einer Woche (27. Mai) nicht mehr gestiegen. Aktuell infiziert seien 207 Menschen, 9 weniger als am Tag zuvor. 6289 Menschen gelten als genesen, 22 mehr als am Mittwoch.

KONJUNKTURPAKET – Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat das Konjunkturpaket der Bundesregierung als „kraftvoll, sozial gerecht und nachhaltig“ mit den richtigen Akzenten gelobt. Dass es keine kommunale Altschuldenregelung enthalte, sei „sehr bedauerlich“, sagte Dreyer am Donnerstag in Mainz. „Wir werden das Thema Altschulden weiterhin auf Bundesebene vorantreiben.“

CORONA-KONTROLLEN – Ein neues Formular soll den Übertritt für Grenzgänger zwischen Deutschland und Frankreich erleichtern. Mit Frankreich sei eine gemeinsame Selbsterklärung für Grenzgänger mit Wohnsitz im Bereich der französischen Départements Bas-Rhin, Haut-Rhin oder Moselle sowie der deutschen Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erarbeitet worden, teilte die Bundespolizei in Koblenz am Donnerstag mit. Den Vordruck könne man sich im Internet auf der Seite der Bundespolizei herunterladen, das Formular solle man ausgefüllt mit sich führen.

FREIZEITEN – Der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, hat die Landesregierung aufgefordert, ein Regelwerk für die Arbeit von Jugendorganisationen mit den notwendigen Hygienebestimmungen für Gruppen und Freizeiten aufzulegen. „Wir dürfen keine Zeit verlieren, denn in vier Wochen beginnen die Sommerferien und mit ihnen die Zeit der Jugendfreizeiten“, sagte der Oppositionsführer in Mainz.

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