Update: Die Hoffnung lebt – Miezen ergreifen Strohhalm

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Auf Judith Derbach war mal wieder Verlass. Sechs Tore gingen auf das Konto der Rechtsaußen.

TRIER. Nichts ist unmöglich. Jedenfalls nicht nach dem Abstiegsgipfel in der Frauenhandball-Bundesliga zwischen der DJK/MJC Trier und den Vulkanladies Koblenz/Weibern. Mit einem 29:23 (16:9)-Erfolg schafften die Miezen den Anschluss an die übrigen Kellerkinder, wenn sie auch nach wie vor das Tabellenende zieren. Unter den Augen der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und vollen Rängen in der Arena Trier starteten die Miezen überragend und ließen Koblenz bis zur Pause keine Chance. Dann kam Koblenz kurzzeitig bis auf ein Tor heran, ehe die Miezen wieder Vollgas gaben und zum 29:23-Sieg marschierten. Damit hat Trier bereits im kommenden Spiel in Celle die Chance, mit einem Sieg die Abstiegsränge zu verlassen.

Gut 1.600 Zuschauer sahen ein Handballfest – zumindest aus Trierer Sicht. Denn die Miezen legten los wie die Feuerwehr und zogen binnen weniger Minuten bis auf 7:2 davon, weil Koblenz kein Mittel gegen die Trierer Abwehrreihen fand. Trier kam sogar zu mehreren erfolgreichen Tempogegenstößen. Gästetrainer Caslav Dincic nahm schon nach acht Minuten seine erste Auszeit, konnte aber trotz immer wieder lautstarker Ansprache nicht verhindern, dass die Miezen zur Pause klar mit 16:9 führten. Starker Rückhalt in dieser Phase war Torfrau Verena Flöck. Spannender war in den ersten 30 Minuten der Blick nach Berlin, wo Konkurrent Celle zwischenzeitlich sogar führte, für Trier und Koblenz ein Horroszenario.


Die Vulkanladies kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. Die Halbzeitansprache von Dincic zeigte offensichtlich Wirkung. Trier dagegen verlor in der Abwehr an Biss und scheiterte mit schwächeren Würfen ins Zentrum an der Koblenzer Torfrau Evelien Grob, die für die verletzte Nummer Eins, Branca Zec, zwischen den Pfosten stand. Koblenz rückte den Miezen immer dichter auf die Pelle – nach 46 Minuten war der schöne Vorsprung beim Stand von 22:21 fast dahin. Kurz darauf hatten die Gäste nochmals die Chance auf ein Tor zu verkürzen. Annika Ingenpaß scheiterte mit einem Siebenmeter an der Trierer Torfrau Jessica Kockler, die Flöck abgelöst hatte, und im Gegenzug sorgte Judith Derbach mit dem 24:21 für kollektive Erleichterung. Und so wich in der letzten Viertelstunde die Anspannung der 1.600 Fans der Freude über den Sieg, der am Ende mit 29:23 leistungsgerecht ausfiel.

Durch die Niederlage von Konkurrent Celle in Berlin ist Trier damit punktgleich mit der SVG Celle und nur einen Zähler hinter Koblenz, die weiterhin als 12. den ersten Nichtabstiegsplatz belegen. Am kommenden Spieltag treffen Celle und Trier direkt aufeinander, die Chance für den Sieger, die Abstiegsränge zu verlassen. Koblenz hat trotz Platz 10 aktuell akute Sorgen um den Klassenerhalt, da die Vulkanladies das schwerste Restprogramm der Abstiegskandidaten haben.

DJK/MJC Trier – Vulkanladies Koblenz/Weibern 29:23 (16:9)
DJK/MJC Trier: Verena Flöck, Jessica Kockler – Celine Michielsen (n.e.), Hannah Sattler (n.e.), Esther Mohr (n.e.), Katrin Schneider (5/3), Lindsey Houben (1), Mégane Vallet (5), Jana Kordel (n.e.), Judith Derbach (6), Maxime Struijs (6), Silvia Solic (3), Franziska Garcia-Almendaris (3), Christina Cabeza Gutierrez

Beste Werferinnen für Koblenz/Weibern waren Annika Ingenpaß (8/6 Tore) und Zorica Despodovska (6).

Schiedsrichter: Andreas Briese/Kim von der Beeck – Zuschauer: 1600

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