PalliaKtiv-Netzwerk Eifel-Mosel: Fachkräfte diskutieren über Palliativversorgung

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Martina Kern sprach beim Fortbildungsabend des PalliaKtiv-Netzwerks Eifel-Mosel vor knapp 90 Fachkräften über die Spannungsfelder der Palliative Care zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Veranstalter waren das SAPV-Team Eifel-Mosel-Hochwald des Hospiz Trier und SAPV Care. Foto: Hospiz Trier

WITTLICH. Knapp 90 Fachkräfte aus Medizin, Pflege und Therapie folgten der Einladung des PalliaKtiv-Netzwerks Eifel-Mosel, einer gemeinsamen Initiative des SAPV-Teams Eifel-Mosel-Hochwald des Hospiz Trier und SAPV Care. Die große Resonanz verdeutlichte die hohe Relevanz aktueller Fragestellungen in der Hospiz- und Palliativversorgung.

Referentin Martina Kern sprach zum Thema „Palliative Care zwischen Anspruch und Wirklichkeit“. In ihrem Vortrag zeigte sie praxisnah auf, welche Spannungsfelder den Berufsalltag in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen prägen. Der Wunsch, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern, die Bedürfnisse von An- und Zugehörigen, fachliche Standards sowie organisatorische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen stünden dabei häufig in einem Spannungsverhältnis.

Kern machte deutlich, dass die Belastung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insbesondere dann steigt, wenn die Diskrepanz zwischen professionellem Anspruch und Versorgungsrealität größer wird. Gleichzeitig betonte sie die Bedeutung von Teamgeist, Vertrauen, Mitgefühl und gegenseitiger Unterstützung als tragende Elemente einer gelingenden Palliative Care.

Im Anschluss stellte Dr. med. Stefanie Schneiders-Bahr die Arbeit der Palliativstation des Verbundkrankenhauses Bernkastel/Wittlich vor. Sie ging dabei auf die Ziele und Möglichkeiten, aber auch auf die Grenzen stationärer Palliativversorgung ein. Dabei wurde deutlich, dass die überregionalen Herausforderungen auch den Versorgungsalltag vor Ort prägen.

Die anschließende Diskussion bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit zum fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der Versorgung schwerstkranker Menschen. Dabei wurde deutlich, dass eine hochwertige Hospiz- und Palliativversorgung mehr denn je von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen und Einrichtungen lebt.

Die große Resonanz zeigt, wie wichtig Vernetzung und interprofessioneller Austausch für die Hospiz- und Palliativversorgung in unserer Region sind“, so Vanessa Kredlau, pflegerische Leitung des SAPV Eifel-Mosel-Hochwald.

Das PalliaKtiv-Netzwerk Eifel-Mosel bringt regelmäßig Fachkräfte und Einrichtungen aus der Hospiz- und Palliativversorgung zusammen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zu stärken, voneinander zu lernen und die Versorgung schwerstkranker Menschen in der Region kontinuierlich weiterzuentwickeln. (Quelle: Hospiz Trier)

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