TRIER – Die Kriminalpolizei Trier hat einen Fall von schwerem organisierten Betrug aufgedeckt.
Nach intensiven Ermittlungen konnten zwei Tatverdächtige festgenommen werden. Diese stehen im Verdacht, ein IT-Unternehmen aus der Region Trier systematisch geschädigt zu haben. Die Männer bestellten Mobiltelefone und iPads im Gesamtwert von rund einer halben Million Euro.
Zur Verschleierung der Zahlungsunfähigkeit nutzten die Täter falsche Personalien. Zudem gründeten sie mehrere Scheinfirmen als logistische Tarnung für die Warenströme. Eine Bezahlung der gelieferten Ware erfolgte zu keinem Zeitpunkt.
Länderübergreifende Festnahmen in Deutschland und Österreich
Der Ermittlungserfolg basierte auf einer engen internationalen Zusammenarbeit. Beamte aus vier deutschen Bundesländern kooperierten hierbei mit den Behörden aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein. Die Ermittler lokalisierten die Beschuldigten schließlich an zwei verschiedenen Standorten. Eine Festnahme erfolgte in Stuttgart. Der zweite Tatverdächtige wurde durch die österreichischen Behörden in Lochau festgenommen. Die Männer sind jeweils in der Schweiz und in Österreich polizeilich gemeldet.
Sicherstellung von Beweismitteln und Beantragung der Auslieferung
Im Rahmen des Einsatzes vollstreckten die Beamten Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt zwölf Wohnhäuser und Gewerbekomplexe. Dabei beschlagnahmte die Polizei erhebliche Vermögenswerte. Darunter befanden sich ein hoher fünfstelliger Bargeldbetrag sowie mehrere Gold- und Silberbarren. Zudem stellten die Einsatzkräfte eine nicht genehmigte Schusswaffe nebst passender Munition sicher. Der in Stuttgart inhaftierte Beschuldigte befindet sich bereits in Untersuchungshaft.
Für den zweiten Verdächtigen hat die Staatsanwaltschaft Trier das formelle Auslieferungsverfahren nach Deutschland eingeleitet.















