Eifel und Umland: Wo 2025 die meisten Unfälle passierten – und welche Region besonders auffällt

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Foto: Steil-TV

Bitburg / Daun / Schweich. Die große Verkehrsunfallbilanz für das Polizeipräsidium Trier zeigt den Trend für die ganze Region. Doch der Blick in die einzelnen Dienstbezirke macht deutlich: Bitburg, Daun, Schweich und die Autobahnen haben 2025 teils sehr unterschiedliche Problemzonen entwickelt.

Auffällig ist vor allem: Während in mehreren Regionen die Gesamtunfallzahlen sinken, steigen andernorts Kinderunfälle, E-Scooter-Unfälle, Alkohol- und Drogenfahrten oder die Zahl der Unfallfluchten.

Bitburg: Viele Wildunfälle, mehr Alkohol und Drogen im Spiel

Im Bereich der Polizeiinspektion Bitburg wurden 2025 insgesamt 2.732 Unfälle registriert – nach 2.782 im Vorjahr. Die Zahl der Personenschadensunfälle stieg leicht von 248 auf 257, zugleich sank die Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang von vier auf zwei. Insgesamt wurden 337 Menschen verletzt oder getötet, fast genauso viele wie 2024.

Besonders auffällig ist in Bitburg der Bereich Alkohol und Drogen: Die Zahl der Unfälle unter Einfluss berauschender Mittel stieg auf 72 Fälle, darunter 65 Alkoholunfälle und 16 Unfälle unter Drogeneinfluss. Bei den Drogenunfällen mit Personenschaden gab es sogar einen Anstieg von 3 auf 7 Fälle.

Hinzu kommt ein Eifel-Klassiker: Wildunfälle. In Bitburg wurden 998 Wildunfälle gezählt – rund 40 Prozent aller Unfälle im Dienstgebiet.

Daun: Mehr Personenschäden, mehr Kinderunfälle, weiter extrem viele Wildunfälle

Im Bereich Daun sank die Gesamtzahl der Unfälle leicht von 2.443 auf 2.428. Gleichzeitig stieg die Zahl der Personenschadensunfälle von 190 auf 210. Dabei wurden vier Menschen getötet, 37 schwer und 169 leicht verletzt.

Besonders markant ist die Entwicklung bei Kindern: Die Zahl der Kinderunfälle sprang von 5 auf 14, die Zahl der verunglückten Kinder von 8 auf 21. Darunter war auch ein getötetes Kind. Zudem registrierte die Polizei zwei Schulwegunfälle.

Auch Daun bleibt ein Hotspot für Wildunfälle: 981 Wildunfälle machen dort rund 40,4 Prozent aller Unfälle aus.

Schweich: Weniger Unfälle insgesamt – aber mehr Fluchten, mehr E-Scooter, mehr Rauschmittel

In Schweich sank die Gesamtzahl der Unfälle auf 1.582 – ein Minus von 3,7 Prozent. Bei 161 Unfällen wurden Menschen verletzt; ein junger Motorradfahrer kam bei einem Solounfall ums Leben.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Unfallfluchten auf 363 Fälle, also um 17 mehr als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote lag allerdings mit 46,6 Prozent vergleichsweise hoch.

Auffällig sind außerdem zwei Entwicklungen:
Die Zahl der E-Scooter-Unfälle hat sich von 3 auf 7 mehr als verdoppelt, während Radfahrunfälle von 48 auf 36sanken. Außerdem wurden 46 Unfälle unter berauschenden Mitteln gezählt – ein Plus von 70,4 Prozent. Davon entfielen 43 Fälle auf Alkohol.

Autobahn: Deutlich weniger Unfälle – aber ein tödlicher Falschfahrer-Fall

Auf den von der Polizeiautobahnstation Schweich betreuten Strecken ging die Zahl der Unfälle besonders stark zurück: von 993 auf 821, also um 17,3 Prozent. Auch die Zahl der Personenschadensunfälle fiel deutlich von 134 auf 108. Insgesamt sank die Zahl der verunglückten Personen sogar um 32,1 Prozent auf 146.

Die Bilanz hat aber auch eine besonders dramatische Seite: 2025 gab es einen tödlichen Verkehrsunfall durch einen Falschfahrer. Außerdem meldete die Autobahnpolizei im Jahresverlauf 30 Falschfahrer-Hinweise.

Fazit: Die Region hat kein einheitliches Unfallproblem – sondern mehrere

Der Regionalvergleich zeigt: Es gibt nicht die eine Unfallursache und auch nicht den einen Brennpunkt.

Bitburg kämpft stark mit Wildunfällen und Rauschmittel-Fahrten,
Daun mit einem deutlichen Anstieg bei Kinderunfällen und Personenschäden,
Schweich mit mehr Unfallfluchten, Alkoholunfällen und E-Scooter-Crashs,
und auf der Autobahn sticht trotz sinkender Gesamtzahlen der tödliche Falschfahrer-Fall heraus.

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