Gereizte Haut im Winter: Diese 7 Fehler verschlimmern das Problem 

0
Foto: Getty Images

Temperaturen um den Gefrierpunkt herum sorgen nicht nur für schlechte Stimmung – auch die Haut leidet häufig im Winter darunter. Spürbar wird das durch trockene, raue Hautstellen, die sich unangenehm anfühlen und zusätzlich jucken können. Warum unsere Haut zur kalten Jahreszeit besonders gereizt wird, hat viele Gründe. Meist sind wir selbst daran Schuld und machen es durch bestimmte Verhaltensweisen noch schlimmer. Was man der Haut zur Liebe im Winter vermeiden sollte und welche Art von Hautpflege sie wirklich braucht, erfahren Sie hier. 

Warum ist die Haut im Winter gereizt? 

Im Winter verändert sich für die Haut einiges. Nicht jede Haut schafft es, sich an diese neuen Umstände problemlos anzupassen. Aber was stellt sie vor so große Herausforderungen? 

Temperatur: 

Kalte Außenluft enthält deutlich weniger Feuchtigkeit und entzieht der Haut schneller Wasser. Gleichzeitig läuft die Talgproduktion bei niedrigen Temperaturen auf Sparflamme. Dadurch fehlt der natürliche Fettfilm, der die Haut normalerweise geschmeidig hält und vor dem Austrocknen schützt. 

Heizungsluft: 

Auch der ständige Wechsel zwischen trockener Heizungsluft in Innenräumen und kühlen Temperaturen draußen strapaziert die Hautbarriere. Sie verliert leichter Feuchtigkeit, reagiert empfindlicher und neigt schneller zu Rötungen oder Spannungsgefühlen. 

Heißes Wasser: 

Zusätzlich kommt hinzu, dass viele im Winter eher heiß duschen oder waschen, weil es angenehm wärmt. Solche Gewohnheiten lösen jedoch Fette aus der Hautoberfläche und verstärken Trockenheit und Reizungen noch weiter. 

Insgesamt entsteht eine Kombination aus Kälte, trockener Luft und einer geschwächten Hautschutzbarriere, die dafür sorgt, dass die Haut im Winter besonders sensibel reagiert und schneller gereizt wirkt.  

An welchen Symptomen erkennt man gereizte Haut? 

Gereizte Haut zeigt sich im Winter oft in ganz typischen Anzeichen. Viele dieser Symptome treten gleichzeitig auf und verstärken sich gegenseitig, weil die Hautbarriere geschwächt ist und sich nicht mehr ausreichend vor Kälte, Wind und trockener Heizungsluft schützen kann. Folgende Beschwerden sind besonders häufig: 

  • Trockene, raue Hautstellen 

Die Haut verliert Feuchtigkeit und fühlt sich zunehmend rau an. Häufig zeigt sich auch eine leicht schuppige Oberfläche, vor allem an Wangen, Stirn, Händen und Schienbeinen. Bei Menschen, die von Reibeisenhaut betroffen sind, verstärken sich die Symptome. Eine Hefesalbe aus der Apotheke kann dabei Abhilfe leisten.

  • Spannungsgefühl 

Ein erstes Warnsignal dafür, dass die Haut zu wenig Lipide produziert. Das Spannungsgefühl tritt besonders nach dem Duschen oder längeren Aufenthalten draußen auf. 

  • Rötungen 

Die Haut reagiert sensibler auf Temperaturwechsel und äußere Reize. Das äußert sich in sichtbaren Rötungen, die vor allem im Gesicht auftreten.  

  • Juckreiz 

Trockene und angegriffene Haut neigt dazu, zu jucken. Wird gekratzt, verschlechtert sich der Zustand meist weiter und es kann sogar zu kleinen Hautverletzungen kommen. 

  • Feine Hautschüppchen 

Ein deutliches Zeichen, dass die Haut sich nicht mehr richtig regenerieren kann. Schüppchen entstehen, wenn abgestorbene Hautzellen nicht mehr gut abgestoßen werden. 

  • Rissige Stellen und kleine Hautrisse 

Besonders an Händen, Knöcheln oder rund um den Mund treten kleine Risse auf, die schmerzhaft sein können und das Risiko für Entzündungen erhöhen. 

  • Überempfindlichkeit gegenüber Pflegeprodukten 

Was im Sommer noch gut vertragen wurde, kann im Winter plötzlich brennen oder unangenehm wirken. Die geschwächte Hautbarriere führt dazu, dass Inhaltsstoffe schneller Reizungen auslösen. 

Welche Fehler sollte man im Winter vermeiden? 

Im Winter verhält sich die Haut völlig anders als im Sommer. Viele greifen deshalb zu Maßnahmen, die sich zunächst logisch anhören, das Problem aber versehentlich verschlimmern. Die folgenden typischen Fehler gelten als die häufigsten Auslöser dafür, dass gereizte Haut im Winter immer trockener und empfindlicher wird. 

  1. Zu heiß duschen 

Heißes Wasser wirkt zwar entspannend, entzieht der Haut aber wertvolle Lipide. Dadurch wird die natürliche Schutzbarriere geschwächt. Die Haut verliert Feuchtigkeit deutlich schneller und wird noch gereizter. 

  1. Aggressive Reinigungsprodukte verwenden 

Stark schäumende Duschgele, Peelings mit groben Körnern oder alkoholhaltige Toner greifen die Haut im Winter besonders an. Sie lösen Fette und Feuchthaltefaktoren aus der Haut und machen sie dadurch anfälliger für Rötungen und Spannungsgefühle. 

  1. Zu häufiges Peelen 

Viele denken, raue Winterhaut müsse regelmäßig „abgeschliffen“ werden. Doch zu häufiges Peelen reizt die Haut zusätzlich. Die Hornschicht wird immer dünner und verliert ihre natürliche Schutzfunktion.

  1. Falsche oder zu leichte Pflege 

Im Sommer reicht oft eine leichte Lotion. Im Winter braucht die Haut jedoch reichhaltigere Formulierungen. Wird weiterhin eine zu leichte Pflege verwendet, kann die Haut Feuchtigkeit nicht halten und trocknet weiter aus. 

  1. Trockene Heizungsluft ignorieren 

Heizungen entziehen der Raumluft massiv Feuchtigkeit. Wer darauf nicht reagiert, riskiert, dass die Haut schneller austrocknet. Besonders empfindlich ist dabei die Gesichtshaut, die ohnehin stärker der Kälte ausgesetzt wird. 

  1. Zu selten trinken 

Viele vergessen im Winter, genügend Wasser zu trinken. Doch auch wenn man weniger Durst hat, benötigt die Haut Flüssigkeit von innen. Zu wenig Trinken verschlechtert die Hautfeuchtigkeit zusätzlich. 

  1. Mit nasser Haut in die Kälte 

Wer direkt nach dem Waschen oder Duschen nach draußen geht, setzt die Haut einem schnellen Feuchtigkeitsverlust aus. Denn Rückstände von Wasser auf der Haut verdunsten an der kalten Luft besonders rasch, was sie reizt und austrocknet. 

Wie lässt sich gereizte Haut  im Gesicht beruhigen?  

Wenn die Haut im Winter gereizt wirkt, kommt es vor allem darauf an, ihre natürliche Schutzfunktion wieder zu stärken. Die genannten Fehler zu vermeiden, ist nur der erste Schritt zur Besserung.  Eine sanfte, durchdachte Pflegeroutine hilft dabei, die Haut zu entlasten und sie auch langfristig geschmeidig zu halten.  

Wichtig ist eine Reinigung, die mild formuliert ist und die Haut nicht zusätzlich austrocknet. Produkte mit beruhigenden Inhaltsstoffen tragen dazu bei, das Hautbild zu entspannen. Dabei eignen sich Salben und Cremes, die mit pflanzlichen Wirkstoffen aus der Natur arbeiten, da diese besonders sanft auf der Haut wirken. Gleichzeitig profitiert die Haut von Pflege, die Feuchtigkeit speichert und die Barriere unterstützt. Auch ein gleichmäßiger Tagesrhythmus mit ausreichend Schlaf und einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr kann zur Hautberuhigung beitragen. Wer genügend Wasser trinkt, unterstützt die Haut zusätzlich von innen. 

Welche Hausmittel helfen gegen gereizte Haut im Winter? 

Oft helfen schon einfache Hausmittel, um die gereizte Haut im Winter wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die richtigen natürlichen Helfer können Spannungsgefühle mildern und der Haut eine kleine Auszeit gönnen. Die folgenden Hausmittel zählen zu den beliebtesten Optionen und sind leicht in den Alltag zu integrieren. 

Haferflocken Paste 

Haferflocken sind ein unterschätztes Hausmittel, das sich bei gereizter Haut als besonders wohltuend erwiesen hat. Die enthaltenen natürlichen Stoffe wirken beruhigend und können Trockenheit mildern. In Wasser oder etwas lauwarmer Milch eingeweicht entsteht eine sanfte Paste, die sich leicht auf die Haut auftragen lässt. Sie legt sich wie ein weicher Film über empfindliche Stellen und schenkt ein entspanntes Gefühl. Nach einigen Minuten Einwirkzeit lässt sich die Paste problemlos entfernen. 

Honig  

Honig zählt zu den klassischen Hausmitteln für gereizte Haut, da er feuchtigkeitsspendend und gleichzeitig schonend ist. Aufgetragen als dünne Schicht wirkt er beruhigend und kann trockene Stellen geschmeidiger machen. Die enthaltenen natürlichen Stoffe unterstützen die Hautregeneration. Besonders Manuka oder hochwertiger Bio Honig werden häufig verwendet. Nach einer kurzen Einwirkzeit lässt sich der Honig mit lauwarmem Wasser wieder abnehmen. 

Gurkenscheiben  

Gurken enthalten viel Wasser und sorgen für ein angenehmes Frischegefühl auf gestresster Haut. Die kühle Temperatur der Scheiben kann leichte Rötungen mindern und wirkt entspannend. Aufgrund des hohen Wassergehalts profitiert die Haut von einem zusätzlichen Feuchtigkeitsschub. Die Anwendung ist unkompliziert und eignet sich gut für eine kurze Pause im Alltag. Besonders im Winter tut der kühlende Effekt vielen gereizten Hauttypen gut. 

Joghurt-Maske 

Naturjoghurt gilt als mildes, hautfreundliches Hausmittel, das Spannungsgefühle lindern kann. Die cremige Konsistenz legt sich wie ein weicher Film auf die Haut und sorgt für ein entspanntes Gefühl. Gleichzeitig liefert Joghurt Feuchtigkeit und unterstützt die Haut dabei, sich zu regenerieren. Entscheidend ist ein Naturprodukt ohne Zucker oder Zusatzstoffe. Nach wenigen Minuten Einwirkzeit fühlt sich die Haut oft ausgeglichener an. 

Fazit 

Gereizte Haut im Winter entsteht oft nicht nur durch Kälte, sondern auch durch kleine Pflegefehler, die sich im Alltag einschleichen. Viele reinigen das Gesicht zu intensiv, vergessen den Schutz vor trockener Luft oder verwenden Produkte, die die Hautbarriere unnötig belasten. Wer diese Punkte beachtet und die Bedürfnisse der Haut besser im Blick behält, kann Spannungsgefühle und Rötungen deutlich reduzieren. Noch wirkungsvoller wird die Routine, wenn man zusätzlich eine proaktive Pflege einbaut, die Feuchtigkeit speichert und die Hautbarriere stärkt. In Kombination mit sanften Hausmitteln entsteht so ein zuverlässiger Schutzschild. Selbst bei frostigen Temperaturen hat gereizte Haut dann kaum eine Chance. 

 

 

Vorheriger ArtikelChampions League 2026: Jeder Treffer verändert die Quoten
Nächster ArtikelBund-Länder-Finanzen: Schweitzer pocht auf Entlastung der Länder – Treffen mit Merz

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.