BERLIN. Das Deutschlandticket wird ab dem kommenden Jahr um neun Euro teurer und kostet dann 58 Euro pro Monat. Dies haben die Verkehrsminister der Länder beschlossen. Mit dem Ticket können Nutzer die Busse und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs nutzen, jedoch keine Fernzüge.
Oliver Krischer, der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr in Nordrhein-Westfalen, teilte der Nachrichtenagentur dpa mit, dass die Einigung auf der Sonder-Verkehrsministerkonferenz zeigt, dass die Länder weiterhin an dem Erfolg des Deutschlandtickets festhalten und es weiterentwickeln möchten. „Mit diesem Preis bleibt das Ticket attraktiv und sichert eine solide Finanzierung“, so Krischer.
Vor der Konferenz gab es unterschiedliche Meinungen über die Höhe der Erhöhung. Während Bayern einen Preis von 64 Euro ins Spiel brachte, plädierten andere Bundesländer wie Niedersachsen und Baden-Württemberg für geringere Steigerungen, um die Attraktivität des Tickets nicht zu gefährden. Ein zu hoher Preis könnte dazu führen, dass weniger Menschen das Angebot nutzen.
Das Deutschlandticket, das seit dem 1. Mai 2023 für 49 Euro erhältlich ist, ermöglicht bundesweit Fahrten im Nah- und Regionalverkehr und kann monatlich gekündigt werden. Besonders für Pendler in städtischen Gebieten ist es oft günstiger als andere Zeitkarten.
In den letzten Monaten haben rund 13 Millionen Menschen das Deutschlandticket genutzt, was es zu einem Erfolgsmodell für die Verkehrspolitik in Deutschland macht. Um die finanziellen Einbußen der Verkehrsunternehmen durch das günstigere Angebot auszugleichen, arbeiten Bund und Länder an einer stabilen Finanzierung. Diese soll mit der bevorstehenden Preiserhöhung langfristig gesichert werden.