Bereits 2014 bis 2016, als die Asylantragszahlen enorm hoch waren, hatten sich die freien Träger in Trier mit großen Einsatz der Erstversorgung minderjähriger Menschen gewidmet, die unbegleitet nach Deutschland kamen. Dann ließen die Zahlen deutlich nach, um mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine wieder zuzulegen. Dies veranlasste das Jugendamt, seit März 2022 mit den freien Trägern die Strukturen erneut auszubauen, um allen Ankommenden eine gute Unterbringung und Erstversorgung zu ermöglichen. Dabei sind bundesweit gültige Regeln zu beachten, wie die Stadt Trier mitteilt.
Zur Versorgung der unbegleiteten Minderjährigen gelten die speziellen Vorgaben des achten Sozialgesetzbuchs mit den bundesgesetzlichen Regelungen zur Kinder- und Jugendhilfe. So soll mit gesonderten und von den Aufnahmeeinrichtungen für Erwachsene getrennten Angeboten mit pädagogischer Begleitung dem Schutz und dem Kindeswohl Rechnung getragen werden.
Angesichts der aktuellen Herausforderungen durch die wachsende Zahl der Neuankömmlinge besuchte Bürgermeisterin Elvira Garbes als zuständige Dezernentin zusammen mit Jugendamtsleiter Carsten Lang die Wohngruppen. Garbes betonte: „Auf einen guten Start kommt es an. Je besser das Ankommen in Deutschland gelingt und ein schneller Einstieg in den Spracherwerb als Grundvoraussetzung zum Einstieg in weiterführende Bildungsangebote und -abschlüsse ermöglicht wird, umso mehr darf damit gerechnet werden, dass die hier ankommenden jungen Menschen schnell ihren Platz in der Gesellschaft finden.“
Schon ab dem zweiten Tag fördern die Aufnahmegruppen von Don Bosco Helenenberg und Palais e.V. jeden Neuankömmling durch Sprachunterricht. Die Pädagogen in den Wohngruppen helfen den jungen Menschen, sich schnell in der neuen Umgebung zu orientieren. Auch das Deutsche Rote Kreuz, das als letzter der beteiligten Träger mit einem Angebot zur Unterstützung des Jugendamts gestartet ist, will daher schnell eine entsprechende Sprachförderung aufbauen.
Alle Träger seien sich einig, dass Sprache der Schlüssel zur Integration sei und investieren in diese Lernangebote daher trotz der großen Herausforderung durch die aktuell große Zahl an einreisenden jungen Menschen und trotz des Fachkräftemangels, der auch an der Jugendhilfe nicht vorbeigehe.
Die Dezernentin dankte den drei freien Trägern zum Abschluss ihres jeweiligen Besuches für die gute Kooperation mit der Verwaltung. Sie zeigte sich gewiss, dass mit deren Engagement zum Start die Weichen gut für eine positive Zukunft gestellt werden können. „Das kostet die Allgemeinheit unbestritten auch Geld. Dies ist aber gerade in die jungen, integrationswilligen Menschen gut investiert. Das zahlen die in den nächsten Jahren doppelt zurück“, so Garbes zuversichtlich.
(Quelle: Stadt Trier)

















Ja das ist sehr wichtig, vor allem für die unbegleiteten minderjährigen Erwachsenen, die einfach sagen sie seien noch minderjährig, weil überprüfen tut das ja keiner und wer sowas fordert kann nur ein Nazi sein.