Trier: Zahl neuer Eigentumswohnungen 2025 weiter auf niedrigem Niveau

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Foto: dpa / Symbolbild

TRIER. Der Trierer Immobilienmarkt hat sich 2025 unterschiedlich entwickelt: Während gebrauchte Einfamilienhäuser teurer wurden, gab es bei geschäftlich genutzten Objekten der Fußgängerzone einen Rückgang. Das geht unter anderem aus dem neuen Trierer Grundstückmarktbericht hervor, den die Trierer Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte unter dem Titel „Daten und Fakten zum Trierer Immobilienmarkt“ vorgestellt hat.

2025 hat die Geschäftsstelle mit 1382 Kaufverträgen rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr ausgewertet. Diese Zahl liegt aber immer noch unter dem Durchschnitt der Zeit vor Corona. Das Gesamtvolumen der Verträge betrug rund 521 Millionen Euro. Die Steigerung im Vergleich mit 2024 stammt aus Verkäufen von bebauten Grundstücken. Neben den Informationen über den Immobilienmarkt, die wie auch die vom Ausschuss alle zwei Jahre beschlossenen Bodenrichtwerte die Transparenz erhöhen, bietet der Grundstücksmarktbericht erneut die Option, auf der Basis aktueller Zahlen den Marktwert bebauter Grundstücke und von Eigentumswohnungen einfach und schnell einzuschätzen.

Schwerpunktgebiete bei Grundstücken für neue Ein- und Zweifamilienhäuser waren 2025 das Baufeld Stadtterrassen im oberen Teil von Castelnau sowie Euren und Kernscheid. Die durchschnittlichen Preise stagnierten im Jahresvergleich. Mit 727 Käufen von Eigentumswohnungen wechselte eine Fläche von rund 46.000 Quadratmetern den Besitzer. Dies entspricht etwa. 6,5 Fußballfeldern und bewegte sich auf dem Niveau von 2024. 79 Eigentumswohnungen (ein Neuntel aller Verträge) und damit rund 6000 Quadratmeter Wohnfläche wurden von Bauträgern verkauft.

Die Zahl neuer Eigentumswohnungen ging in den letzten Jahren stark zurück und bewegte sich 2025 weiter auf niedrigem Niveau. Der Neubau führte in den letzten fünf Jahren zu insgesamt rund 500 Verkäufen neuer Eigentumswohnungen. Die Nachfrage blieb wegen der schwankenden, im Durchschnitt aber stark gestiegenen Baukosten im Zusammenspiel mit relativ hohen Zinsen sowie gestiegenen Anforderungen bei der Kreditvergabe auf niedrigem Niveau. Daher rechnen die städtischen Experten mit einem weiterhin geringen Angebot und längeren Vermarktungszeiten: „Die leicht abwartende Haltung der Anbieter könnte sich durch die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Änderungen im Baurecht mit Beschleunigungen und Vereinfachungen mit Vorrang für den Wohnungsbau ändern. Auf der anderen Seite haben sich die Rahmenbedingungen für Förderungen im Sozialen Wohnungsbau verschlechtert. Solche Neubauwohnungen werden allerdings in Trier kaum gehandelt.

Die Preise für Neubauwohnungen bis zu 40 Quadratmeter stiegen bei geringeren Umsätzen als in den Vorjahren um rund drei Prozent. Die Mittelwerte der Kaufpreise neuer Eigentumswohnungen (ab 40 Quadratmeter, ohne PKW-Stellplatz) lagen in im Norden, Osten und Süden der Stadt bei rund 5500 Euro pro Quadratmeter, in Kürenz bei 4900, in Heiligkreuz, Feyen und Weismark bei 5000 sowie in Trier-West, Euren und Zewen bei 5300 Euro.

Eine Marktbelebung gab es 2025 bei gebrauchten Eigentumswohnungen. Gründe sind die verringerte Diskrepanz zwischen dem erwarteten und dem erzielten Kaufpreis sowie die zurückhaltende Neubautätigkeit, die zu hohen Preisen führte. Normal unterhaltene Gebrauchtwohnungen (bis 40 Quadratmeter) wurden zu durchschnittlich drei Prozent höheren Preisen gehandelt. Vor allem in Trier-West/Euren/Zewen lagen die Preise deutlich über dem Vorjahresniveau. Dagegen war in den Höhenlagen ein Rückgang erkennbar.

Die Wohnflächenpreise von Appartements mit einem Baujahr vor 2010 unterschieden sich meist nur hinsichtlich ihrer Lage. Gebrauchte Appartements wurden im Durchschnitt zum gleichen Preis wie im Vorjahr gehandelt.

Die Preise der wenigen neuen Einfamilienhäuser gaben nach starken Anstiegen in den Vorjahren leicht nach. Gebrauchte Objekte lagen 2025 im Durchschnitt etwa vier Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Preise für ältere Gebäude mit einem Unterhaltungsstau blieben auf niedrigem Niveau. Für Mehrfamilienhäuser wurden im Vergleich mit 2024 geringfügig niedrigere Preise erzielt. Gemischt genutzte Objekte außerhalb der Fußgängerzone gaben ebenfalls leicht nach. Sinkende Preise gab es auch für Geschäftshäuser in Innenstadt-Lagen.

Der jährliche Grundstücksmarktbericht vermittelt mit seinem reichhaltigen Informationsteil über die gesetzlichen Grundlagen und mit der Erläuterung von Fachbegriffen (Verkehrswert, Liegenschaftszinssatz, Bewirtschaftungskosten, Marktanpassungs-, Sachwert- und Ertragswertfaktoren) einen Einblick in die Grundstücksbewertung. Hierzu sind praxisorientierte Beispielrechnungen mit Wertfaktoren zur überschlägigen Verkehrswertermittlung und Durchschnittspreise für unbebaute Grundstücke, Ein- und Zweifamilienhäuser, Eigentumswohnungen, Garagen und PKW-Einstellplätze sowie von Geschäftsimmobilien und Mehrfamilienhäusern enthalten. Der komplette Bericht mit vielen weiteren Daten kann über ein Online-Formular (www.gutachterausschuss.trier.de, Unterpunkt Produkte und Preise) bestellt werden. Die zum Druck aufbereitete PDF-Datei kostet 100 Euro. (Quelle: Stadt Trier)

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