“Junges Theater Trier”: Neuer Name, hochmotiviertes Team und spannendes Programm

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v.l.n.r.: Das Team des "Jungen Theaters Trier": Erster Kapellmeister Wouter Padberg, Intendant Lajos Wenzel, Martin Folz (Leiter Kinder- und Jugendchor), Lisenka Sedlacek (Theaterpädagogik & Mitmachtheater), Marco Barbieri (Tanzpädagogik), Carola Ehrt (Organisation Kulturvermittlung) auf der Bühne im Theatergarten, gemeinsam mit Markus Nöhl (Kulturdezernent der Stadt Trier). Foto: Alexander Scheidweiler

TRIER. Es herrscht fröhliche Aufbruchstimmung im Theater Trier. Mit Beginn der neuen Doppel-Intendanz ist Lajos 
Wenzel zuständig für den Bereich „Junges Theater Trier“. Im Beisein von Kulturdezernent Markus Nöhl hat der Intendant am Donnerstag, den 15. Juni, nun das neue Kulturvermittlungsteam vorgestellt.

Bei Sonnenschein und Erdbeerkuchen gibt die junge, engagierte Runde im Theatergarten Einblicke in das umfangreiche Angebot. Und das kann sich wirklich sehen lassen, wie auch das neue 60-seitige Heft mit dem Titel „JUNGES THEATER“ eindrucksvoll belegt.

Kulturdezernent Markus Nöhl betont: „Wir wollen Kinder und Jugendliche mit Kunst und Kultur begeistern“, daher sei die kulturelle Bildung ein zentraler Auftrag, den das Theater Trier gerne erfülle, so der Kulturdezernent weiter. „An Kunst und Kultur teilzuhaben, muss allen Menschen unabhängig von ihren persönlichen Lebensumständen möglich sein. Viele brauchen hier eine fachkundige Begleitung, damit sich ihnen die besondere Welt der Kunst erschließt. Genau dies wollen wir im Theater Trier ermöglichen“, so Nöhl. Schulen seien der beste Ort, um für Kunst und Kultur zu werben, denn hier finde man alle Kinder und Jugendliche. Darum werde das Theater Trier den Kontakt zu den Schulen nochmals intensivieren.

„Dazu ist das kompakte, gut strukturierte Heft eine tolle Hilfe“, ergänzt Intendant Lajos Wenzel. Das Junge 
Theater Trier biete nicht nur Stücke aus allen Sparten für jedes Alter, das neue Team sei auch hochmotiviert, die Begeisterung für gutes Kinder- und Jugendtheater in noch viel mehr Schulen hineinzutragen. „Die Dynamik in Theater-, Tanz- und Musikworkshops in den Schulen ist etwas ganz Besonderes“, ist Wenzel überzeugt. Kinder können hier Erfahrungen machen, die sie ein Leben lang bereichern. „Am liebsten wäre mir, wenn jedes Kind in Trier und der Umgebung einmal im Jahr eine Aufführung oder Konzert erlebt und sich außerdem selbst seines künstlerischen Potentials bewusst wird. „Aus diesem Grund bieten wir im JUNGEN THEATER Produktionen aus Schauspiel, Konzert, Musiktheater und Tanz an und darum finden sich auch in unserem Team Spezialisten aus allen Sparten.“

Neu im Team: Theaterpädagogin Lisenka Seddlacek und Tanzpädagoge Marco Barbieri. Foto: Alexander Scheidweiler

Neu im Team ist Lisenka Sedlacek für die Bereiche Mitmachtheater und Schauspiel zuständig. Die gelernte Schauspielerin und Theaterpädagogin freut sich besonders auf die Arbeit mit Menschen aus allen Altersgruppen und darauf, mit ihnen gemeinsam Theater zu erschaffen. „Das Mitmach-Theater bietet jungen Menschen nicht nur die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu blicken und Teil des Theaters zu werden. Sie können sich auch persönlich entfalten und aus eigener Kraft und Kreativität Spannendes entwickeln“, betont Lisenka Sedlacek.

Ebenfalls neu im Kulturvermittlungsteam ist Tanzpädagoge Marco Barbieri. Seine Stelle wird durch eine Förderung der Nikolaus Koch Stiftung in den nächsten zwei Jahren möglich. Der Tanzpädagoge hat viele Jahre als Tänzer an renommierten Häusern gearbeitet und zusätzlich Tanzpädagogik studiert. Für ihn steht die Begegnung von Menschen im Mittelpunkt seines Schaffens. Besonders freut er sich auf das Projekt „Tanz als universelle Sprache“.

In 20 wöchentlichen Einheiten à 90 Minuten erleben Schulklasse, Hortgruppe oder AGs die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten des zeitgenössischen Tanzes ganz unmittelbar in ihren eigenen Räumen. Das Wahrnehmungsvermögen der Schülerinnen und Schüler wird so geschärft und die Fähigkeit ausgebaut, sich selbst und dem Gegenüber mit Empathie zu begegnen. „Los geht es im Herbst und am Ende des Schuljahres ist eine große Gemeinschaftsaufführung im Familien- und Freundeskreis geplant“, so der Tanzpädagoge.

Als Highlight aus dem Konzertbereich stellt Kapellmeister Wouter Padberg die besonders beliebten Schul- und Familienkonzerte vor. „Die Magie der Musik kann so viel bewirken: Sie kann uns Freude bringen, uns berühren und trösten, uns zum Bewegen oder sogar Tanzen zwingen, zum Mitsingen einladen und noch tausend Sachen mehr. Das zu erleben, in großer Gemeinschaft, ist für mich das Ziel der Familienkonzerte“, so der Erste Kapellmeister. Wer sich davon überzeugen möchte hat sogar noch in dieser Spielzeit die Möglichkeit: Für die Schulkonzerte vom 28. bis 30. Juni, jeweils um 10 Uhr, gibt es noch freie Plätze für Schulklassen.

Neben diversen Angeboten des Philharmonischen Orchesters soll es, dank einer in Aussicht gestellten Förderung, auch ein neues Konzertprojekt geben, dass Kindern aus Trier-Nord die Möglichkeit geben soll, sich intensiv mit der Welt der Orchestermusik auseinanderzusetzen. Das Projekt richtet sich vor allem auch an Kinder aus ukrainischen Familien und ist mehrsprachig angelegt. Da die Förderung noch nicht gesichert ist, kann der Intendant hier noch nicht zu viele Details verraten, doch „Theater, Tanz und Musik können als universelle Sprachen kennengelernt werden“, ist Lajos Wenzel überzeugt und so könne man gespannt sein, welch zusätzliche Möglichkeiten auch diese Förderung für Kinder in Trier mit sich bringen wird. Der Intendant wies darauf hin, dass am Theater Trier ein Familienabo, das vier Vorstellungen im Großen Haus, darunter ein Familienkonzert, beinhaltet, für nur 20 Euro zu bekommen sei.

Die kulturpädagogischen Angebote des Theaters Trier sind größtenteils kostenlos, denn: „Wir wollen, dass wirklich alle mitmachen können.“ Außerdem soll es für Schulen und Kindergärten künftig so leicht wie möglich sein. Das Theater ist daher ab sofort unter einer zentralen Mail-Adresse zu erreichen. „Unter [email protected] steht Carola Ehrt für alle Fragen rund um Theaterpädagogik, Führungen, Workshops oder mobile Klassenzimmer-Stücke zur Verfügung“, so Wenzel.

Als inhaltliche Schwerpunkte hat sich das Theater Trier mit dem diesjährigen Märchenklassiker „Die 
Schneekönigin“ nach Hans Christian Andersen vorgenommen, auch Fragen des Klimawandels zu thematisieren. Einen entsprechenden Workshop gibt es zusammen mit den Naturfreunden Trier-Quint e.V.

Buchungen für Schulklassen sind ab Anfang Juli über die Theaterkasse möglich. Für Jugendliche geht die inhaltliche Auseinandersetzung unter anderem der Fragen nach, wie immer noch vorherrschende Rollenbilder durchbrochen werden können. Patenklassen und Workshops zu dem modernen Musiktheater „Brokeback Mountain“, in dem zwei Cowboys gegen die Vorbehalte der Gesellschaft und um ihre Liebe ringen, werden zusammen mit dem Verein Schmit-Z e.V. angeboten. Das Werk bietet eine spannende Thematik für die Oberstufe und eine musikalische Entdeckung.

Viele neue Menschen, neue Impulse und neue Inhalte bietet das Theater also in der nächsten Spielzeit. Doch auch die schon bekannten Gesichter des Vermittlungsteams freuen sich auf die kommende Spielzeit. Chordirektor Martin Folz, der mit seinem Kinder- und Jugendchor gerade im Theatergarten mit der Musicalaufführung 
„Emil und die Detektive“ begeistert, stellt für das nächste Jahr verschiedene Konzerte und die Mitwirkung an der Kinderoper „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ vor und Stephan Vanecek wird im Theaterlabor mit Bürgerinnen und Bürgern generationenübergreifend theatrale Mittel erforschen und als spannende Performance zur Aufführung bringen.

Abschließend bittet Intendant Lajos Wenzel alle Leserinnen und Leser, regen Gebrauch von dem neuen Begleitheft JUNGES THETAER zu machen, das im Theater ausliegt, auf der Webseite theater-trier.de zu finden ist und auf Wunsch auch Schulen, Kindergärten und allen Interessierten in Trier zugeschickt wird. Der Intendant fasst zusammen: „Jeder, der ein Kind oder eine Schule kennt, die lange nicht im Theater waren, kann sich an uns wenden – Wir wollen alles tun, damit sich möglichst viele Kinder und Jugendliche unter dem Dach des Jungen Theaters Trier zuhause fühlen!“ (Quelle: Theater Trier)

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