Energieagentur-Chef Büttner: Komplette Stromerzeugung aus Erneuerbaren machbar

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Tobias Büttner, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, gibt ein Interview. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

MAINZ. Das Ziel, bis 2030 die Stromerzeugung in Rheinland-Pfalz vollständig mit erneuerbaren Energien zu decken, ist nach Ansicht des Geschäftsführers der Energieagentur «sehr ambitioniert, aber machbar». Bei den Herausforderungen auf dem Weg dahin gehe es um drei große Themenblöcke, erklärte Tobias Büttner im Redaktionsgespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Da seien zum einen die rechtlichen Themen rund um Genehmigungen für Wind- und Solaranlagen. Der zweite Bereich betreffe die finanziellen Rahmenbedingungen und im dritten Block gehe es um Fragen der Verfügbarkeit von Fachkräften und Material.

Bei den rechtlichen Rahmenbedingungen ist laut Büttner im vergangenen Jahr viel erreicht worden, um die erneuerbaren Energien nach vorn zu bringen. In diesem Bereich gebe es nun deutlich günstigere Rahmenbedingungen. «Die müssen nun auf kommunaler Ebene umgesetzt werden, und dabei wollen wir helfen», sagte der Geschäftsführer der Energieagentur.

Die finanziellen Rahmenbedingungen hätten sich hingegen erschwert. Die starken Preissteigerungen im Anlagenbau und die höheren Kreditzinsen haben demnach zu einer Verteuerung in der Kalkulation der Wirtschaftlichkeit geführt. Die Bundesnetzagentur habe aber bereits auf diese Entwicklung reagiert und die Höchstsätze bei Ausschreibungen nach oben angepasst. Die sich abzeichnende Mangelsituation bei Material und Fachkräften müsse man darüber hinaus im Blick haben, sagte Büttner. (Quelle: dpa)

3 Kommentare

  1. Ich sehe das genauso und stimme ihm zu!!!

    Aber vorher ist noch viel Arbeit zu erledigen:
    – BASF als Grossverbraucher muss RLP ganz verlassen
    – dito andere Grossverbraucher (Industrie, Bäcker, …..)
    – Der Einbau von Smartmetern in allen Wohnungen muss forciert werden, um so Wohnungen angebotsorientiert vom Stromnetz abschalten bzw. rollieren zu können
    – Dunkelflauten im Winter werden durch die Partei verboten
    – Tiefkühlhähnchen als Notstromreserve müssen ausgebaut werden
    – last but not least hoffen wir, das Cattenom noch 30 Jahre läuft…..

  2. Er hat nur vergessen zu sagen, wo das machbar sein soll. In Deutschland ist das nicht möglich. Was für ein Träumer. Obwohl: wenn ich für solche Aussagen bezahlt werden würde, dann würde ich auch sowas veröffentlichen.

  3. Frage mich, wie im Winter die Windenergie vom Norden in den Süden und die Solarenergie im Sommer vom Süden in den Norden kommt. Eine Infrastruktur für den Transport gibt es ja noch nicht. Aber vielleicht könnte man den Strom in Tetrapacks abfüllen und mit LKW oder Bahn dahin transportieren, wo er gerade benötigt wird.

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