TRAISEN/BAD KREUZNACH. Nach dem tagelangen Waldbrandeinsatz nahe dem Rotenfels im Kreis Bad Kreuznach entspannt sich die Lage weiter. Der komplexe Einsatz steuert nach Angaben der Stadt Bad Kreuznach auf sein Ende zu. Ganz vorbei ist er aber noch nicht: Im Brandgebiet müssen weiterhin rund 20 Glutnester bekämpft werden.
Seit Samstag kämpfen Einsatzkräfte im Kreis Bad Kreuznach gegen einen Waldbrand nahe dem Rotenfels. Die Lage hat sich inzwischen deutlich entspannt, der Einsatz ist aber noch nicht beendet. Im Brandgebiet gibt es noch rund 20 Glutnester. Die zuvor geräumte Ortschaft Traisen konnte bereits am Montagabend wieder von den Bewohnerinnen und Bewohnern betreten werden.
Einsatz könnte bald beendet werden
Der Waldbrandeinsatz im Kreis Bad Kreuznach nähert sich dem Ende. Am Morgen habe es zunächst danach ausgesehen, dass die Maßnahmen bereits im Laufe des Tages abgeschlossen werden könnten, teilte eine Sprecherin der Stadt Bad Kreuznach mit.
Ganz so weit ist es allerdings noch nicht. Im betroffenen Areal gibt es weiterhin mehrere Glutnester, die gezielt bekämpft werden müssen.
Noch rund 20 Glutnester im Gelände
Nach aktuellem Stand konzentrieren sich die Einsatzkräfte vor allem auf die letzten Brandstellen im Gelände. Rund 20 Glutnester seien noch nicht vollständig gelöscht.
Gerade bei Waldbränden sind solche Glutnester besonders tückisch. Sie können sich in trockenem Boden, Wurzelwerk oder schwer zugänglichen Bereichen halten und bei Wind oder Hitze erneut aufflammen.
Brandgebiet mit Munition belastet
Der Einsatz gilt als besonders komplex, weil sich das Feuer in einem Gebiet ausgebreitet hatte, das mit Munition belastet ist. Das erschwert die Arbeit der Feuerwehr erheblich.
Die Einsatzkräfte müssen dort nicht nur gegen Flammen, Rauch und Glut vorgehen, sondern zugleich besondere Sicherheitsabstände und Gefahrenlagen beachten.
Traisen war zwischenzeitlich vollständig geräumt
Der Waldbrand hatte am Samstag begonnen. Zwischenzeitlich war die Lage so ernst, dass die nahe Ortschaft Traisen komplett geräumt wurde.
Die Bewohnerinnen und Bewohner konnten am Montagabend wieder in ihre Häuser zurückkehren. Auch das ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass sich die Lage deutlich stabilisiert hat.
Kita und Funkturm waren zeitweise bedroht
Während des Einsatzes standen zwischenzeitlich auch Gebäude und Infrastruktur im Fokus. Eine Kita war zeitweise durch das Feuer bedroht. Auch ein Funkturm galt vorübergehend als gefährdet.
Dass diese kritischen Punkte geschützt werden konnten, zeigt, wie intensiv und koordiniert der Einsatz über mehrere Tage geführt wurde.
Hunderte Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen
Zeitweise waren auch in den Nachtstunden Hunderte Einsatzkräfte vor Ort. Die Brandbekämpfung lief über viele Stunden unter schwierigen Bedingungen.
Zur Unterstützung wurde unter anderem ein Löschroboter aus Niedersachsen angefordert. Solche Spezialtechnik kann insbesondere dort helfen, wo der direkte Einsatz für Feuerwehrleute besonders gefährlich oder nur eingeschränkt möglich ist.
Letzte Arbeiten im Brandgebiet
Der Fokus liegt nun auf den verbleibenden Glutnestern und der weiteren Kontrolle des betroffenen Areals. Erst wenn auch diese Brandstellen gelöscht und gesichert sind, kann der Einsatz vollständig beendet werden.
Für die Region rund um Traisen und den Rotenfels dürfte die Nachricht dennoch Erleichterung bringen: Nach mehreren Tagen Ausnahmezustand ist ein Ende des Großeinsatzes absehbar.

















