“Konkretes fehlt da”: Klöckner sieht im Koalitionsvertrag falsche Schwerpunkte

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Julia Klöckner (CDU). Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

MAINZ. Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner sieht im Koalitionsvertrag der neuen Ampel-Koalition im Bund den falschen Fokus gesetzt.

Sie gratuliere den drei Koalitionären zwar, dass sie keine lange Hängepartie hingelegt, sondern sich geeinigt hätten, sagte die Bundeslandwirtschaftsministerin am Mittwoch. “Aber es sind meiner Meinung nach die falschen Schwerpunkte gesetzt worden.” Die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene sei ein “Leuchtturmprojekt”. Viel wichtiger wäre aber gewesen, die epidemische Lage nicht auslaufen zu lassen.

“Es sind kaum Worte zur Finanzierung zu finden in diesem Koalitionsvertrag”, sagte Klöckner weiter. “Konkretes fehlt da, wo es eigentlich spannend werden würde.” Das Prinzip Fördern und Fordern falle bei Langzeitarbeitslosen weg. “Und das wird keinen Langzeitarbeitslosen mehr in Arbeit bringen, vielleicht sogar im Gegenteil.” Sehr ambitionslos seien die Vereinbarungen von SPD, FDP und Grünen auch beim Tierschutz und der Stützung der heimischen Landwirtschaft. Das falle hinter das zurück, was die große Koalition auf den Weg gebracht habe.

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6 KOMMENTARE

  1. Das diese Frau das Wort “Tierschutz” und “Stützung der heimischen Landwirtschaft” in den Mund nimmt ist eine Zumutung und führt ihr ganzes Gehabe der letzten Jahre als Minister ad absurdum.

  2. Ach Gott, Frau Klöckner. Ihre Partei hatte 16 Jahre Zeit sich um diese Angelegenheiten zu kümmern. Und was ist dabei rausgekommen? Ihre Partei hat einen Trümmerhaufen hinterlassen von dem es Jahre dauern wird, bis dieser halbwegs weggeräumt ist. Und gerade Ihnen empfehle ich, leiser zu treten. Außer für ihre Lobbyisten hat ihre Amtszeit niemandem etwas gebracht. Und was Sie zum Thema Tierschutz zum Besten geben, ist an Lächerlichkeit und Zynismus nicht mehr zu übertreffen wenn ich mir ihre Verdienste in ihrer Amtszeit so anschaue.

    Sie zeigen, ihren Äußerungen nach zu urteilen, endlich ihren wahren Charakter. Jetzt, wo ihr Pöstchen weggeschwommen ist, massiv gegen Andere treten, obwohl die Ergebnisse der letzten 16 Jahre mehr als bescheiden sind.

  3. Die Köpfe der vergangenen 16 Merkel-Jahre werden in absehbarer Zeit von der Bildfläche verschwinden. Frau Klöckner gehört dazu. 🙂

  4. Frau Klöckner war Ministerin und Lobbyistin in Personalunion, warten wir mal in welcher gut dotierten Position sie in nächster Zeit bei Nestlé anheuert. Als Landwirtschaftsministerin hat sie sich nicht mit Ruhm bekleckert.

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