In der Pfalz wird nun geimpft: Masernimpfung für Afghanen auf US-Stützpunkt Ramstein

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Aus Afghanistan evakuierte Menschen stehen auf der Ramstein Air Base zwischen Zelten. Foto: Uwe Anspach/dpa/archivbild

RAMSTEIN. Auf dem US-Stützpunkt im pfälzischen Ramstein hat medizinisches Personal mit dem Impfen afghanischer Schutzbedürftiger gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken begonnen. Auf der Air Base warten mehrere Tausend Geflüchtete auf ihre Weiterreise in die USA. Die Impfungen werden von der US-Gesundheitsbehörde CDC empfohlen. Masern sind eine der ansteckendsten Krankheiten des Menschen überhaupt.

Die zuständige Kreisverwaltung in Kaiserslautern teilte am Freitag mit, das örtliche Gesundheitsamt sei gemäß der Meldepflicht informiert worden. «Die Versorgung mit Impfstoff ist gesichert», erklärte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, hatte am Montag gesagt, bislang seien bei in den USA angekommenen Flüchtlingen fünf Masern-Infektionen festgestellt worden. Die Betroffenen befänden sich in Quarantäne. Aus Ramstein hatte es am Donnerstag geheißen, es gebe dort einen bestätigten Infektionsfall. Die betroffene Person und deren Familie seien isoliert worden.

Insgesamt sollen 9000 Menschen in Ramstein die Impfstoffe verabreicht bekommen. Das werde mehrere Tage dauern. Die Evakuierungsflüge mit afghanischen Schutzbedürftigen in die Vereinigten Staaten bleiben wegen der Masern-Infektionen noch bis nächste Woche ausgesetzt.

«Anfang dieser Woche wurden in Ramstein Blutproben von 70 zufällig ausgewählten Evakuierten entnommen», hatte die Air Base mitgeteilt. 94 Prozent wiesen demnach Antikörper auf. «Was darauf hindeutet, dass die Evakuierten entweder in der Vergangenheit mit Masern infiziert waren und sich davon erholt haben oder zuvor geimpft wurden.»

Ramstein ist der weltweit größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Amerikas. Ein Stützpunkt im Emirat Katar und jener in Rheinland Pfalz sind die wichtigsten Drehkreuze für die Weiterreise der Afghanen, die das US-Militär nach der Machtübernahme der Taliban ausgeflogen hatte.

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