Vorsicht! “Gift-Raupen“ auch in Konz und Wasserliesch entdeckt

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Symbolbild // dpa

KONZ. In der Verbandsgemeinde Konz sind bislang an drei Stellen die Raupen des Pflanzenschädlings „Eichenprozessionsspinner“ entdeckt und wurden bzw. werden schnellstmöglich von Fachfirmen entfernt.

Auf Roscheid (Parkplatz am Friedhof Roscheid) als auch in Wasserliesch (Friedhof, An der Granahöhe sowie an Bäumen entlang des Rundwegs Angelborn) wird eine Baumpflegefirma aus dem saarländischen Nonweiler damit beschäftigt sein, die befallenen Eichen von den Raupen des Eichenprozessionsspinners zu befreien. Die Raupen beziehungsweise die Nester werden in der Regel abgesaugt.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Wärme liebende Schmetterlingsart, die insbesondere freistehende und von der Sonne beschienene Einzelbäume und Waldränder bevorzugt. In ihrem Stadium als Raupe ist sie ein Pflanzenschädling, hat aber gleichzeitig auch eine gesundheitliche Bedeutung für den Menschen. Im Mai schlüpfen die Raupen, die sich tagsüber in Nestern verstecken. Abends wandern sie als Prozession vom Nest in die Baumkrone und fressen die Eichenblätter. Im Spätsommer schlüpfen aus den Puppen die fertigen Nachtfalter, die erneut an Eichenzweigen ihre Eier ablegen. Die Raupen und Larvenhäute verfügen über kleine Gifthaare, die bei Berührung unangenehme Reaktionen hervorrufen können. Dazu zählen: Hautirritationen (starker Juckreiz, vor allem abends und nachts, Pusteln und Quaddeln), Atembeschwerden und Augenreizungen.

Besondere Vorsicht ist von etwa Ende Mai bis Ende August geboten. Es wird eindringlich davor gewarnt, die Nester und Raupen zu berühren oder sich in der Nähe von befallenen Bäumen aufzuhalten. Insbesondere die Kinder sollten auf diese Gefahr hingewiesen werden.

Bei Kontakt mit den Härchen sollten die Betroffenen die kontaminierte Kleidung schnellstmöglich wechseln, duschen und Haare/Kleidung waschen. Den Juckreiz lindert zunächst kaltes Wasser. Beim Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden empfiehlt es sich auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen.

Bürger, die befallene Eichen auf öffentlichem Grund entdecken, können diese unter genauer Angabe des Ortes unter der Telefonnummer 06501/83-176 melden. Das Telefon ist zu den üblichen Bürozeiten erreichbar. Garten- und Waldbesitzer mit Eichenbestand werden gebeten, die privaten Bäume in den nächsten Wochen untersuchen zu lassen. Auch von diesen Personen bekommt die Verbandsgemeindeverwaltung häufiger Befall gemeldet. In solchen Fällen berät der zuständige Mitarbeiter und vermittelt professionelle Hilfe unter o.g. Telefonnummer.

5 KOMMENTARE

  1. Mann, was für Probleme. Wegen ein paar RAupen muss eine Spezialfirma kommen, wegen Mücken in den Rheinniederungen müssen per Hubschrauber Schädlingsbekämpfungsmittel ausgebracht werden und weil die meisten Leute zu unfit sind in die Pedale zu treten gibts jetzt Elektroroller. Erstaunlich dass die Menschheit nicht schon lange ausgestorben ist.

  2. Fass einfach mal ein paar von den Biestern an. Und dann spreche n wir uns wieder. Oder, wenn du einen Hund umbringen möchtest, lass ihn mal dran schnüffeln. Bei Kleinkindern dürfte es ähnlich sein.

    • Petra, das kann der Peter aber nicht verstehen. Der hat nämlich die Weisheit mit dem Löffel gefressen.
      Wird alles übertrieben und Schuld daran ist die Dreyer. Leute gibt’s xD…unverbesserlich und überflüssig.

    • Da bin ich ja froh, dass ich als Kind noch authentische Erfahrungen machen durft. Ich bin etliche Male in Brennesseln gefallen, von Wespen und anderem Viehzeugs gestochen worden usw., so lernt man dass es Dinge gibt die man besser nicht anfasst.
      Und wenn Frauchen ihren Wauwau anleint dann kann er auch nicht überall drann schnuffeln oder andere Leute belästigen und kriegt dann eins mit Pfefferspray. Abgesehen davon, schade dass Hunde nicht sprechen können, dann könnte man sie mal fragen ob sie es vorziehen mal in der Natur rumschnuffeln zu dürfen, mit dem Risiko dass einer unter 1000 in die Grube fährt oder ob sie lieber von Frauchen vermenschlicht werden möchten und im Winter ein schönes Deckchen umgehängt bekommen, da Frauchen Wauwau als Kinderersatz betrachtet.
      Kleinkinder lässt man im Allgemeinen nicht unbeaufsichtigt auf Eichen klettern, hab ich zumindest mit meinen nicht gemacht, weiss ja nicht wies bei Petra ist.

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