REGION. Jedes Jahr im Frühling beginnt ein beeindruckendes Naturschauspiel: Erdkröten, Grasfrösche, Molche und andere Amphibien begeben sich auf ihre Wanderung zu den Laichgewässern. Dabei legen sie oft mehrere Kilometer zurück und müssen vielbefahrene Straßen queren. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmenden, in den kommenden Wochen besondere Vorsicht walten zu lassen, um die Tiere zu schützen.
Wann beginnt die Amphibienwanderung?
Der genaue Zeitpunkt des Wanderbeginns hängt von der Außentemperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Sobald die nächtlichen Temperaturen mehrere Tage in Folge zwischen fünf und zehn Grad Celsius liegen, starten frühlaichende Arten wie der Grasfrosch und die Erdkröte ihre Reise. Besonders gefährlich wird es für sie auf Straßen, wo sie nicht nur durch Fahrzeugreifen bedroht werden: Bereits das bloße Hinwegfahren mit mehr als 30 km/h kann durch den entstehenden Unterdruck zu inneren Verletzungen führen.
So können Autofahrer helfen
Die SGD Nord ruft als Obere Naturschutzbehörde dazu auf, in den kommenden Wochen besonders vorsichtig zu fahren. Vor allem auf betroffenen Straßen wie der L 309 zwischen Vallendar und Hillscheid können Autofahrer aktiv zum Schutz der Amphibien beitragen. Wer die aufgestellten Warnschilder beachtet, seine Geschwindigkeit reduziert oder auf alternative Routen ausweicht, leistet einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz.
Amphibien-Tunnel als lebensrettende Hilfe
Um den Amphibien eine sichere Querung zu ermöglichen, wurden an einigen Straßen spezielle Maßnahmen ergriffen. Ein Beispiel dafür ist die L 113 zwischen dem Kloster und dem Campingplatz am Laacher See, wo unterirdische Tunnel, sogenannte Amphibien-Leitsysteme, installiert wurden. Diese Maßnahmen verhindern, dass die Tiere überfahren werden und helfen, ihre Bestände zu erhalten.
Schutzprojekte für bedrohte Amphibienarten
Viele heimische Amphibienarten sind mittlerweile stark gefährdet. Die SGD Nord engagiert sich deshalb intensiv für ihren Schutz. Neben der Förderung ehrenamtlicher Initiativen zum Amphibienschutz werden gezielte Artenschutzprojekte unterstützt. Dabei stehen insbesondere die Sicherung von Laichgewässern und die Errichtung von Schutzzäunen und Querungshilfen im Fokus.
(Quelle: SGD Nord)















Das beschriebene Szenario “ Straßen als tödliche Hindernisse “ ist zutiefst schockierend. Man sollte darüber intensiv nachdenken ob man in diesem Zeitraum nicht einfach das Autofahren verbieten muss!!!!
Ich gebe hier übrigens noch einen weiteren Aspekt zu bedenken. Ich selbst konnte in den vergangenen Jahren immer wieder verdächtige Personen beobachten, die diese frei lebenden Tiere in Eimern aufsammeln und auf Nachfrage behaupten dass diese an sicherer Stelle ausgesetzt werden.
Das kann stimmen oder eben auch nicht. Ich finde die zuständigen Behörden sollte hier schärfer kontrollieren, vielleicht bereitet der ein oder andere vorgebliche Naturfreund eine leckere Krötensuppe zu oder verarbeitet die armen Tiere andersweitig. Diesen Aspekt sollte man nicht leichtfertig beiseite schieben …