Familiendrama in Wittlich: Haftbefehl wegen versuchten Totschlags gegen 28-Jährigen

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Foto: Symbolfoto

Bildquelle: Polizei Schleswig-Holstein

TRIER. Nach dem Familiendrama am Wochenende erlässt der Haftrichter am Sonntag Haftbefehl.

Gegen den 28jährigen Mann, der am Samstag, dem 05.03.2016, in Wittlich seine Ehefrau schwer verletzt und sodann versucht hat, sich auf der Molesbachtalbrücke in Riol das Leben zu nehmen, führt die Staatsanwaltschaft Trier ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, am frühen Samstagabend in einem Streit versucht zu haben, seine 25 Jahre alte Ehefrau zu töten. Nach den im Rahmen der bisherigen Ermittlungen gewonnenen Erkenntnissen gerieten die Eheleute in der gemeinsam bewohnten Wohnung in einem Mehrfamilienwohnhaus in Wittlich aus noch nicht geklärter Ursache
in Streit. Im Verlaufe des Streits begann der 28Jährige, seine Ehefrau am Hals zu würgen und fügte ihr anschließend mit einem Küchenmesser eine lebensgefährliche Schnittverletzung am Hals zu.

Nach der Tat verließ er die gemeinsame Wohnung und flüchtete mit seinem Pkw über die Autobahn A 1/A 48 in Richtung Saarbrücken. Auf der Molesbachtalbrücke bei Riol versuchte er, mit seinem Fahrzeug die Leitplanke zu durchbrechen, um sich selbst in den Tod zu stürzen. Dies gelang ihm jedoch nicht. Nachdem sein Fahrzeug mit der
Leitplanke kollidiert war, verließ er dieses zu Fuß und kletterte über das Brückengeländer an die Brückenkante, um sich von dort aus in die Tiefe zu stürzen. Passanten, die die Situation aus nachfolgenden Fahrzeugen beobachtet hatten und zum Teil aufgrund des Unfallgeschehens angehalten hatten, alarmierten die Polizei, die gemeinsam mit Rettungskräften umgehend zur Unfallstelle kam. Den eingesetzten Rettungskräften gelang es, den Beschuldigten zu veranlassen, wieder über das Brückengeländer zurück zu klettern. Dort konnte er schließlich von den Einsatzkräften der Polizei überwältigt werden.

Die Ehefrau erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Sie konnte jedoch in einer Notoperation gerettet werden. Sie befindet sich weiterhin in intensivmedizinischer Behandlung. Ihr Zustand ist inzwischen weitgehend stabil.

Der Beschuldigte, der sich bislang nicht zur Sache eingelassen hat, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier am Sonntag, dem 6.03.2016, dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Die Ermittlungen zum genauen Tathergang und den Hintergründen der Tat, die von der Kriminaldirektion Trier geführt werden, dauern an.

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