Neue Fachkräfte bei der Schreiner-Innung Bernkastel-Wittlich: Gesellenstücke ausgestellt

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Sie haben es geschafft, die neuen Gesellinnen und Gesellen im Schreinerhandwerk. Obermeister Walter Blasius (links), Prüfungsausschussvorsitzender Ingo Rauen (3. v. l.) und weitere Prüfer gratulierten ihnen zur erfolgreichen Abschlussprüfung. Foto: Schreiner-Innung Bernkastel-Wittlich

WITTLICH – Sägen, Hobeln, Fügen – und das mit erstaunlich viel weiblicher Beteiligung: Die diesjährige Abschlussprüfung der Schreinergesellinnen und -gesellen aus der Region Bernkastel-Wittlich sorgte für ein Novum: Zwei Drittel der frisch gebackenen Fachkräfte sind junge Frauen – ein Zeichen dafür, dass das traditionsreiche Handwerk längst keine Männerdomäne mehr ist.

Bevor die neuen Gesellinnen und Gesellen ihre begehrten Prüfungsbescheinigungen in Empfang nehmen durften, hatte der Prüfungsausschuss alle Hände voll zu tun: Jedes einzelne Gesellenstück wurde begutachtet. Maßgenauigkeit, Verarbeitung, gestalterische Idee – nichts entging den erfahrenen Augen der Prüfer.

Wettbewerb – Die Gute Form

Besonders ins Auge fiel dabei das Werk von Tim Oster. Sein Sideboard aus massiver Eiche, verziert mit einer Linienintarsie in der Front, begeisterte durch klare Formsprache und handwerkliche Präzision gleichermaßen. Das Möbelstück wird nun für den renommierten Wettbewerb „Die Gute Form 2026“ nominiert, ausgerichtet vom Landesverband Leben Raum Gestaltung Rheinland-Pfalz/Hessen. Das freut auch seinen Ausbildungsbetrieb, die Schreinerei Heinz und Loos aus Binsfeld.

Gute Form Nominierung Tim Oster
Bildunterzeile: Das Gesellenstück von Tim Oster wurde für die Teilnahme am Wettbewerb „Die Gute Form 2026“ nominiert: Ein Sideboard aus Eiche mit Linienintarsie in der Front. Foto: : Schreiner-Innung Bernkastel-Wittlich

Mit Prämien belohnt

Dass gute Leistungen in der Schreinerinnung belohnt werden, zeigt sich nicht erst am Ende der Ausbildung. Bereits bei der Zwischenprüfung werden überdurchschnittliche Ergebnisse mit einer Prämie honoriert. „Ein Anreiz, der junge Talente zusätzlich von Beginn an motiviert, ihr Bestes zu geben“, freut sich Ingo Rauen vom Prüfungsausschuss. Auch hier waren es zwei junge Frauen, welche die Prämien dieses Jahr erhielten.

Ausstellung im Museum

Einen besonderen Rahmen erhielten die diesjährigen Gesellenstücke im Juni: Sie waren im Hunsrücker Holzmuseum in Morbach ausgestellt – ein Ort, der wie kein anderer die jahrhundertealte Geschichte des Schreinerhandwerks atmet. Im Rahmen der Ausstellung entstand ein Videoporträt, das einen Einblick in die Vielfalt der Gesellenstücke gibt. „Das Video wird Anfang September auf der großen Lossprechungsfeier in Hetzerath auf der Bühne gezeigt – ein besonderer Moment, in dem die jungen Fachkräfte offiziell in ihren neuen Berufsstand aufgenommen werden“, freut sich Obermeister Walter Blasius.

Aktuell befinden sich in den drei Lehrjahren fast 40 Auszubildende. Wer mehr über die Ausbildung im Schreinerberuf erfahren möchte, schaut am besten auf www.born2bschreiner.de vorbei.

Die neuen Gesellinnen und Gesellen mit Gesellenstück und Ausbildungsbetrieb:

Nele Bauerfeld – Anrichte Eiche massiv – Schreinerei-Innenausbau Zimmer-Blasius, Morbach

Florian Brixius – Sideboard Eiche massiv und Lack anthrazit – Schreinerei Luxemburger GmbH, Mülheim

Colyn Catherine Cayé – Spielemöbel Esche Nussbaum – Unilux GmbH, Salmtal

Joscha Geiter – Schreibtisch Eiche mit Einlage – padati GmbH, Wittlich

Merle Lutz – Anrichte Eiche mit Lackfront – Schreinerei Hayer GmbH, Wittlich

Dshamilja Marie Nußbaum – Anrichte Ahorn und Nussbaum – Gedert GmbH Möbelwerkstatt, Starkenburg

Tim Oster – Sideboard Eiche mit Linienintarsie in der Front – Schreinerei Heinz und Loos GmbH und Co. KG, Binsfeld

Vivian Pesch – klassischer Küchenschrank Ulme – padati GmbH, Wittlich

Suparom Phuangsawat – Hängeboard aus Olivenholz mit Intarsie in der Front – Simon Schreinerwerkstätte GmbH, Hupperath

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