Friedenstaube vor dem Rathaus: Trier stellt sich gegen atomare Aufrüstung

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Norbert Aubart (l.) und Alois Barra (r.) unterstützten Oberbürgermeister Wolfram Leibe bei der Flaggenhissung vor dem Rathaus; Foto: Presseamt Trier

TRIER. Sichtbares Zeichen für Frieden und nukleare Abrüstung vor dem Trierer Rathaus: Oberbürgermeister Wolfram Leibe hat zum Flaggentag des weltweiten Netzwerks „Mayors for Peace“ die grün-weiße Fahne mit der Friedenstaube gehisst. Unterstützt wurde er dabei von Norbert Aubart und Alois Barra. Die Botschaft: Atomwaffen ächten, nukleare Abrüstung vorantreiben und die Gefahr atomarer Eskalation nicht aus dem Blick verlieren.

Kurz erklärt: Warum vor dem Trierer Rathaus eine Friedensfahne weht
Trier gehört dem weltweiten Netzwerk „Mayors for Peace“ an. Zum Flaggentag am 8. Juli wurde vor dem Rathaus die Fahne des Städtebündnisses gehisst. Das Netzwerk setzt sich für nukleare Abrüstung und die Ächtung von Atomwaffen ein. Weltweit gehören mehr als 8500 Kommunen in 166 Ländern dazu.

Trier ist Teil von „Mayors for Peace“

Die Stadt Trier gehört dem internationalen Netzwerk „Mayors for Peace“ an. In dem Bündnis haben sich weltweit mehr als 8500 Kommunen in 166 Ländern zusammengeschlossen.

Die gemeinsame Botschaft ist klar: nukleare Abrüstung, Frieden und die Ächtung sämtlicher Atomwaffen.

Zum jährlichen Flaggentag des Netzwerks am 8. Juli unterstrich Oberbürgermeister Wolfram Leibe diese Forderung mit dem Hissen der „Mayors for Peace“-Fahne vor dem Rathaus.

Erinnerung an Gutachten des Internationalen Gerichtshofs

Der Flaggentag erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag aus dem Jahr 1996.

Darin wurde festgestellt, dass bereits die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen gegen das Völkerrecht verstößt.

Genau daran knüpft der Aktionstag an: Die Fahne vor dem Rathaus soll nicht nur symbolisch wirken, sondern an eine völkerrechtliche und politische Grundfrage erinnern – Atomwaffen bleiben eine Bedrohung für die Menschheit.

Initiative entstand in Hiroshima

Die Initiative zur Gründung von „Mayors for Peace“ ging im Jahr 1982 vom Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima aus.

Hiroshima wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs im August 1945 durch den Abwurf der ersten Atombombe weitgehend zerstört. Die Erinnerung daran prägt bis heute das weltweite Engagement für nukleare Abrüstung.

Dass Städte und Gemeinden Teil dieses Netzwerks sind, hat eine besondere Bedeutung: Frieden wird nicht nur auf internationaler Ebene verhandelt, sondern auch lokal sichtbar gemacht.

Atomwaffen wieder stärker im Fokus

Nach Einschätzung der deutschen Geschäftsstelle des Städteverbunds spielen Atomwaffen gegenwärtig wieder eine stärkere Rolle in der internationalen Sicherheitspolitik.

Das macht den Flaggentag aktueller denn je. Während weltweit über Aufrüstung, Abschreckung und militärische Sicherheit diskutiert wird, setzt das Netzwerk ein bewusst anderes Zeichen: für Abrüstung, Dialog und die Ächtung nuklearer Waffen.

Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI geht davon aus, dass die neun Atommächte weiterhin über 12.179 nukleare Sprengköpfe verfügen.

Sichtbares Zeichen vor dem Rathaus

Vor dem Trierer Rathaus wurde die grün-weiße „Mayors for Peace“-Fahne mit der Friedenstaube als zentralem Motiv gehisst. Norbert Aubart und Alois Barra unterstützten Oberbürgermeister Wolfram Leibe bei der Flaggenhissung.

Für Trier ist die Aktion ein sichtbares kommunales Bekenntnis: gegen atomare Aufrüstung, gegen die Normalisierung nuklearer Drohungen und für eine friedensorientierte internationale Politik.

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