Von der 3. Liga bis zur Bundesliga: die komplette Relegations-Runde

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Foto. pixabay/Symbolbild

Fußball ist in Deutschland nach wie vor der größte Sport, was die schiere Beliebtheit und das Übertragungsvolumen angeht. Und bei dem breiten Angebot, das die Fans erwartet, ist das natürlich auch nicht weiter verwunderlich. Das Hauptaugenmerk liegt dabei natürlich immer auf der 1. Bundesliga, der Königsklasse im deutschen Fußball. Aber auch in den unteren Ligen wird so einiges geboten, insbesondere wenn es um die sportlichen Aspekte geht.

Wie gehen alle Ligen aus?

In der ersten Bundesliga gab es nicht allzu viele Überraschungen. Mit einem historischen Vorsprung nahmen die Bayern nicht nur die Meisterschaft, sondern nach einem 3 zu 0 Sieg gegen Stuttgart prompt auch noch den DFB-Pokal mit nach Hause. Wer sich stattdessen eher für 2 Bundesliga Wetten begeistert, der hatte in dieser Saison einiges zu feiern. Als Sieger der Liga hat sich der FC Schalke 04 etabliert und steigt damit auf. Auf dem zweiten Platz hat es sich der SV Elversberg gemütlich gemacht. In der dritten Liga stehen im Moment der VfL Osnabrück und FC Energie Cottbus als Aufsteiger fest. Jetzt gibt es noch ein paar offene Slots für die anderen Teams.

Ein Fels verlässt die Bundesliga

Es ist schon ein bisschen traurig, wenn sich ein Traditionsteam verabschiedet. Nach 30 Jahren auf dem höchsten Niveau wird sich der VfL Wolfsburg in der Zukunft in der zweiten Liga betätigen. Dabei blieben die Wolfsburger erst in der Relegation auf der Strecke, was den Abstieg besonders bitter macht. Aber alleine sind sie nicht auf dem absteigenden Ast. Auch der FC Sankt Pauli und der 1. FC Heidenheim werden ihre Trainingstaschen packen müssen und bis auf Weiteres eine Liga tiefer mitspielen.

Die 2. Liga zeigt Zähne

Ein klares Thema in diesem Jahr war die Erkenntnis, dass die 2. Bundesliga inzwischen eine extrem wettbewerbsfähige Liga ist. Das bedeutet, dass auch die Klubs, die ursprünglich aus der ersten Liga kommen, deutlich zu kämpfen haben. Überraschenderweise ist das auch auf der finanziellen Ebene der Fall. Vereine in der zweiten Liga sind inzwischen finanzkräftig und können auch etablierte Größen überbieten. Das dramatische Endergebnis der Relegation für die zweite Bundesliga war ein echter Krimi. Die Spielvereinigung Greuther Fürth schaffte den Klassenerhalt. Rot Weiß Essen muss stattdessen seinen Hut nehmen. In der Hinrunde führten die Essener noch mit 1 zu 0, doch Fürth schaffte das Comeback mit einem 2 zu 0 im eigenen Stadion.

Selbst in der 3. Liga ist es hart geworden

Wenn man die zweite Bundesliga inzwischen als einen Konkurrenten der ersten Bundesliga betrachten kann, dann ist die dritte Liga so etwas wie der Litmustest für alle aufstrebenden Vereine und Talente. Wer es hier schafft, der ist bereit für die große Bühne. Deswegen überrascht es auch nicht, dass die Relegation in diesem Jahr besonders heiß umkämpft ist. Ein Spiel steht nämlich noch aus, um zu sehen, wer in der Liga bleibt, und wer sich aus der Bundesliga generell verabschiedet. Am 28.5. treffen die Würzburger Kickers auswärts auf den 1. FC Lokomotive Leipzig. Das ist das letzte offene Relegationsspiel und die letzte Bewegung, die noch bestimmt werden muss.

Was hat sich in diesem Jahr verändert?

All die traditionsreichen Namen des deutschen Fußballs mussten einige herbe Schlappen einstecken und haben viele Hürden nicht mehr so einfach gemeistert, wie man das von ihrem Stammbaum her hätte erwarten können. Der Fußball als ganzes ist wesentlich aggressiver und weniger verspielt als zuvor. Man erkennt, dass ein Fußballverein heute in erster Linie als ein Unternehmen verstanden wird. Das bedeutet für die Fans ein besonders hohes Niveau, was die sportliche Seite angeht. Auf der anderen Seite muss dabei die Fankultur ein paar Abstriche hinnehmen. Denn kommerzielle Interessen sind hier dann eben doch die Priorität.

Ein Ausblick auf die kommenden Jahre

Diese Entwicklung ist nicht neu und wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Man kann also erwarten, dass die zweite und dritte Bundesliga einen noch stärkeren Sinn für Wettbewerb entwickeln. Es zeigt sich bereits jetzt, dass Klubs von Beginn der Saison an auf den Aufstieg hin spielen und dementsprechend auch den Kader zusammenstellen. Man kann dabei also etwas weniger Fokus auf die Jugendarbeit erwarten und stattdessen eine größere Rolle des internationalen Transfermarktes. Gleichzeitig schicken sich die Veranstalter an, den Sport so spektakulär wie noch nie zu gestalten.

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