Über 300 Polizeikräfte: Stunden der Angst in Prüm – jetzt kommen neue Details ans Licht

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Spezialeinsatzkräfte der Polizei sichern ein Gebäude in einem Waldgebiet während eines Einsatzes. (KI-generiertes Symbolbild)

PRÜM. Nach dem groß angelegten Polizeieinsatz in Prüm liegen nun weitere offizielle Details vor. Der 25-jährige Tatverdächtige wurde demnach am Dienstagabend gegen 19.20 Uhr von Spezialkräften der Polizei in einem Waldgebiet widerstandslos festgenommen. Insgesamt waren mehr als 300 Polizeikräfte sowie zahlreiche weitere Einsatzkräfte an der Lage beteiligt.

Täter im Wald entdeckt und festgenommen

Wie die Polizei mitteilt, wurden nach dem Vorfall der Nahbereich des Tatorts am Kurpark sowie angrenzende Waldgebiete intensiv abgesucht. Dabei kam sowohl eine Suche am Boden als auch Unterstützung aus der Luft zum Einsatz.

Im Rahmen der Bodensuche entdeckten Spezialkräfte den flüchtigen Tatverdächtigen in einem Waldgebiet. Dort wurde der 25-Jährige gegen 19.20 Uhr widerstandslos festgenommen.

Die zuvor aus dem Holster eines Polizeibeamten entrissene Dienstwaffe trug der Mann bei seiner Festnahme nicht mehr bei sich.

Tatwaffe nahe des Kurparks gefunden

Nach Angaben der Polizei gab der Tatverdächtige den Einsatzkräften Hinweise auf den Bereich, in dem er die Waffe weggeworfen haben soll. Die Tatwaffe konnte daraufhin in der Nähe des Kurparks aufgefunden und sichergestellt werden.

Damit ist nun auch geklärt, wie die Polizei die nach der Tat verschwundene Dienstwaffe wiederfinden konnte.

Vorführung beim Amtsgericht Trier

Im Laufe des heutigen Tages soll der 25-Jährige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Trier vorgeführt werden.

Hunderte Einsatzkräfte aus mehreren Behörden beteiligt

Die Dimension des Einsatzes wird nun ebenfalls deutlicher: Zur Bewältigung der Lage waren nach Polizeiangaben mehr als 300 Polizeikräfte aus dem Polizeipräsidium Trier im Einsatz. Unterstützt wurden sie vom angrenzenden Polizeipräsidium Koblenz sowie vom Polizeipräsidium Einsatz, Logistik, Technik – darunter auch Spezialeinheitskräfte und die Polizeihubschrauberstaffel.

Hinzu kamen Kräfte der Bundespolizei, des Landeskriminalamts, der Polizei Luxemburg, der Polizei Saarland und der US Air Base Spangdahlem.

Zusätzlich waren über 50 weitere Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes beteiligt.

Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung

Seit Dienstagmittag gingen zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung ein. Diese wurden laut Polizei bereits überprüft oder befinden sich noch in Bearbeitung.

Die Polizei betont, dass in einer solch dynamischen Lage jeder Hinweis hilfreich und von Bedeutung sei – auch dann, wenn dadurch Orte oder Personen am Ende ausgeschlossen werden können.

Polizei bietet Bürgergespräche in Prüm an

Für Bürgerinnen und Bürger richtet die Polizei am heutigen Mittwoch ab 13 Uhr eine Anlaufstelle auf dem Hahnplatz vor der Basilika in Prüm ein. Dort stehen Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Prüm als Ansprechpartner zur Verfügung.

Wer Fragen hat, Gesprächsbedarf sieht oder weitere sachdienliche Hinweise geben möchte, kann sich dort direkt an die Polizei wenden.

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