BERLIN. Mitten in der angespannten Lage rund um den Iran-Krieg sorgt eine neue politische Forderung aus Berlin für Aufsehen: Die Linke verlangt die Schließung der US-Airbase Ramstein in Rheinland-Pfalz. Parteichefin Ines Schwerdtner verbindet dies mit scharfer Kritik an der Politik von US-Präsident Donald Trump – und richtet zugleich deutliche Erwartungen an Bundeskanzler Friedrich Merz.
Linke fordert klares Signal gegen Trump
Nach den jüngsten US-Drohungen gegen den Iran und der Einigung auf eine Feuerpause in letzter Minute fordert die Linke eine harte politische Abgrenzung Deutschlands von Donald Trump.
Die Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner erklärte, das Handeln des US-Präsidenten müsse Konsequenzen haben. Aus ihrer Sicht gehöre dazu auch die Schließung der US-Airbase Ramstein.
Damit rückt erneut einer der wichtigsten US-Militärstandorte in Deutschland in den Fokus der politischen Debatte.
Druck auf Merz wächst
Schwerdtner fordert von Bundeskanzler Friedrich Merz eine schnelle Klarstellung, wie Deutschland sein künftiges Verhältnis zu den USA gestalten wolle. Nach ihrer Darstellung habe die Bundesregierung ein Recht darauf, offenzulegen, ob Deutschland weiterhin an einer aus ihrer Sicht unberechenbaren US-Politik festhalten wolle.
Zugleich übte sie deutliche Kritik am Verhalten von Merz und anderer europäischer Staats- und Regierungschefs. Diese hätten zu den Drohungen Trumps geschwiegen. Genau das sei beschämend. Aus Sicht der Linken brauche es stattdessen eine gemeinsame europäische Antwort.
Ramstein erneut im Zentrum der Debatte
Mit der Forderung nach einer Schließung von Ramstein greift die Linke ein Thema auf, das in Rheinland-Pfalz und bundesweit regelmäßig für politische Diskussionen sorgt. Die US-Airbase gilt seit Jahren als hochsensibler Standort mit großer militärischer und geopolitischer Bedeutung.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Zuspitzung im Konflikt mit dem Iran bekommt die Debatte nun neue Dynamik.
Feuerpause in letzter Minute
Auslöser der aktuellen Forderung sind die jüngsten Entwicklungen rund um den Iran. Donald Trump hatte dem Land mit der Vernichtung seiner Zivilisation gedroht. In der Nacht zum Mittwoch kam dann kurz vor Ablauf eines Ultimatums eine Vereinbarung über eine Feuerpause zustande.
Trotz dieser vorläufigen Entspannung bleibt der Ton in der internationalen Politik scharf – und die politischen Reaktionen in Deutschland ebenfalls.
Neue Brisanz für Rheinland-Pfalz
Für Rheinland-Pfalz ist die Debatte besonders brisant. Denn mit Ramstein steht ein Standort im Land im Mittelpunkt, dessen Zukunft immer wieder auch zur politischen Symbolfrage wird.
Die Forderung der Linken dürfte deshalb nicht nur in Berlin, sondern auch in der Region für Diskussionen sorgen.
















