Leichenfund im Westerwald: Anwohner: „furchtbar und schrecklich“

Die Polizei findet drei Menschen tot in einem Wohnanwesen in Weitefeld im Kreis Altenkirchen. Beamten fahnden am Morgen noch nach einer Person. Die Ortseingänge sind von Streifenwagen blockiert.

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Polizisten am Ortseingang. Foto: Thomas Frey / dpa

WEITEFELD. Schock in den frühen Morgenstunden: Im Örtchen Weitefeld im Westerwald werden drei Leichen entdeckt. Die Polizei rückt mit starken Kräften an, auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) ist im Einsatz.

Es sei nach ersten Erkenntnissen zu einem Kapitaldelikt auf einem Wohnanwesen gekommen, teilten die Ermittler mit. Am Morgen ist die Polizei zunächst noch auf der Suche nach einer flüchtigen Person, wie ein Polizeisprecher der dpa sagte.

Keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung

Für die Bevölkerung gebe es keine konkrete Gefahr. Dennoch bat die Polizei darum, in der Region keine Anhalter mitzunehmen. Details zu den Hintergründen der Tat sowie zu den Opfern machte die Polizei zunächst nicht und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Die Beamten sperrten den Ort Weitefeld ab, an den Ortseingängen wurden Streifenwagen postiert. Jedes Auto, das hinein- oder hinausfahren wolle, werde kontrolliert, sagte ein dpa-Reporter. Es sind Polizisten mit Schutzhelmen und Maschinenpistolen im Einsatz, ein Hubschrauber ist in der Luft unterwegs. Ein direkter Anwohner berichtete, er habe kurz nach 6 Uhr einen Hubschrauber über seiner Straße fliegen sehen.

Anwohner: «Es ist kaum zu glauben»

«Es ist kaum zu glauben, es ist furchtbar und schrecklich», sagte ein 43 Jahre alter Dorfbewohner, der am Vormittag mit seinem Hund unterwegs war. Auch er berichtete von einem Hubschrauber in den frühen Morgenstunden. Im Ort herrsche eine Art Ausgangssperre.

Die Gemeinde Weitefeld liegt im Westerwald im Landkreis Altenkirchen. Knapp 2300 Menschen leben dort in den beiden Ortsteilen. Sie gilt als älteste Gemeinde im Kreisgebiet, der Ortsname wurde erstmals 848 urkundlich erwähnt. (Quelle: Andrea Löbbecke, Kristin Kruthaup, Andreas Winkler, dpa)

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