“Ordnung Trier”: Seit über 100 Jahren – Die ereignisreiche Geschichte eines Traditionsunternehmens

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Das Trierer Traditionsunternehmen ist in der Theodor Heuss Allee 15 beheimatet.

TRIER. Es ist nicht alltäglich, dass ein Familienunternehmen sich über ein Jahrhundert erfolgreich am Markt behauptet und floriert. Das seit dem Jahr 1933 in der Theodor Heuss Allee 15 ansässige Fachgeschäft „Ordnung Trier“ hat dies geschafft. In einer sich stetig anpassenden und innovativen Branche steht das Unternehmen, im Jahr 1904 in der Trierer Kochstraße gegründet, auch heutzutage noch für zuverlässige Kundenbetreuung und Serviceleistung, traditionelle Qualität und Innovation. Im Jahr 2023 blickt das Traditionsunternehmen, nur zwei Gehminuten von der Porta Nigra entfernt, nicht nur auf eine bewegte Vergangenheit zurück, sondern geht – wie sollte es bei der Historie anders sein – motiviert und engagiert in die Zukunft.

Schon als Firmengründer Wilhelm Christmann im Jahr 1933 die Immobilie für den bis heute bestehenden Firmensitz in der heutigen Theodor Heuss Allee 15 erwarb, blickte der Geschäftsmann auf eine turbulente Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts zurück.

Firmengründer Heinrich Christmann

Doch insbesondere der folgende Zweite Weltkrieg traf Inhaber und Unternehmen mit aller Grausamkeit. Denn die Nazi-Diktatur, die in diesem Jahr ihr häßliches Haupt erhob, traf auch den Firmengründer: Er geriet ins Fadenkreuz des Regimes, da er vermeintlich jüdischer Abstammung war. Beispielsweise kam es zu Boykottaufrufen und zur Beschlagnahmungen von LKWs der Firma. Doch das Fachgeschäft, welches sich bereits zu jener Zeit mit innovativer Technik und Zeitgeist mit dem Thema Druckmaschinen kompetent auseinandersetze, durchlebte auch dieses dunkle Kapitel der Geschichte, sodass Vater Wilhelm im Jahr 1956 das Geschäft schließlich an Sohn Heinrich übergab.

Generationenwechsel in der Nachkriegszeit – Sohn Heinrich übernimmt

Eine alte Werbeanzeige des Fachgeschäfts

Durch ständige Innovation und an die neue Zeiten angepassten Geschäftsmodelle führte Heinrich Christmann die Unternehmung erfolgreich durch die ereignisreichen Zeiten von der jungen Bundesrepublik bis in die 2000er Jahre. Im Jahr 2010 bat Inhaber Heinrich seinen Schwiegersohn und heutigen Geschäftsführer, Jürgen Weller, die Geschäfte fortzuführen. Dabei war der sympathische Geschäftsmann zunächst sogar branchenfremd: „Aber als mein Schwiegervater mich gefragt hat, da habe ich gedacht: Probiere ich es halt mal.“ Weller ging dabei tatkräftig ans Werk und schaffte es, das Unternehmen digital und konkurrenzfähig aufzustellen, ohne dabei jedoch traditionelle Werte zu vernachlässigen.

Insbesondere Mittelständler aus der Moselregion, der Eifel aber auch Luxemburg wissen meist seit vielen Jahren neben nachhaltiger Qualität insbesondere die hervorragende Servicequalität zu schätzen. „Bürotechnik muss sicher funktionieren. Tritt ein Problem auf, stellt sich für die Unternehmer schnell die Frage: Wer ist derjenige, der sich jetzt schnell darum kümmert“, erläutert Co-Geschäftsführer Becker, künftiger Nachfolger Wellers, einen der vielen Aufgabenbereiche des Unternehmens, das in diesem Bereich mit geschulten Technikern immer auf dem „aktuellen Stand“ ist. Zum heutigen Portfolio heute gehören dabei der Vertrieb, der Service und die Reparatur hochwertiger Druckmaschinen sowie der Verkauf hochwertiger, ergonomischer und formschöner Büromöbel.

Tradition und Innovation – Becker führt erfolgreiche Firmenphilosophie fort

„Nach 13 Jahren kann ich sagen, dass ich gemeinsam mit meinem Team Ordnung-Trier nach vorne gebracht habe“, sagt Jürgen Weller. „Und mit meinem jungen Kollegen Fabian Becker sind auch die Weichen für die Zukunft gestellt.“ Der künftige Nachfolger Becker, der die Räumlichkeiten in der Theodor Heuss Alles 15 schon aus Kindertagen kennt, führt die erfolgreiche Firmenphilosophie künftig weiter fort: „Mit bewährter Kombination aus Innovation und Tradition und einem Gesamtpaket aus fachgerechter Beratung, hochwertigen Produkten und zuverlässigem Service.

Das Traditionsunternehmen setzt dabei weiterhin auf Bewährtes und Neues – wie schon so oft in der über 100 jährigen Geschichte.

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