Auch Beamte in Rheinland-Pfalz bekommen mehr Geld – Was kostet es?

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ – Zehntausende Landesbeamte und Richter in Rheinland-Pfalz erhalten mehr Geld. Das Land werde die Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst der Länder auf sie übertragen, teilten Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) und Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) nach einer Kabinettssitzung in Mainz mit.

In den nächsten Jahren wird dies das Land jeweils dreistellige Millionensummen kosten.

Demnach steigen die Bezüge für die Landesbeamtinnen und -beamten zum 1. April 2026 um 3,3 Prozent, zum 1. März 2027 um 2,0 Prozent und zum 1. Januar 2028 noch einmal um 1,0 Prozent. In der untersten Besoldungsgruppe ist ein Gehaltszuwachs von mindestens 100 Euro im ersten Schritt vorgesehen. Unter anderem werden auch Zulagen für den Schichtdienst erhöht.

Dreistellige Millionenkosten für Landeshaushalt

Die Übertragung kostet das Land Rheinland-Pfalz in diesem Jahr rund 166 Millionen Euro. Im kommenden Jahr sind es 337 Millionen Euro, im Jahr 2028 rund 431 Millionen Euro.

«Die Anpassung ist Ausdruck unserer Wertschätzung und zugleich eine wichtige Investition in die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Dienstes», erklärten Ministerpräsident Schnieder und Finanzministerin Ahnen. Alleine im Schuldienst und bei der Polizei arbeiten im Land mehr als 50.000 Beamtinnen und Beamte.

Die Gewerkschaften Verdi und der Beamtenbund dbb hatten sich am 14. Februar 2026 in Potsdam mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 925.000 Tarifbeschäftigten der Länder geeinigt. Vereinbart wurde, dass die Beschäftigten in drei Schritten insgesamt 5,8 Prozent mehr Gehalt bekommen. Die Gesamtkosten für die Länder wurden inklusive der geplanten Übertragung auf Beamte und Pensionäre auf 12,34 Milliarden Euro geschätzt.

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