Naturpark Saar-Hunsrück: Der Bärlauch kommt

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Blühender Bärlauch. Foto: Naturpark Saar-Hunsrück/VDN-Fotoportal/Winfried Heidl

HERMESKEIL. Der Bärlauch ist ein leckeres Frühlingskraut mit vielen Nährstoffen, das wegen seiner schwefelhaltigen Öle antibakterielle Wirkung haben kann, und ist als Rohkost oder gekocht eine ideale Vitalpflanze für den kulinarischen Frühjahrstisch sowie vielseitig einsetzbar für den heimischen Speiseplan in der Küche, wie der Naturpark Saar-Hunsrück mitteilt. Das Wildkraut wächst auf humusreichen, tiefgründigen feuchten Standorten in Laubwäldern und an Gewässern. Ob als Bärlauchaufstrich, -butter oder -pesto sowie Bärlauchgemüse, -brot oder -kuchen, der in der Volksmedizin der „wilde Knoblauch” genannte Bärlauch bietet direkt vor unserer Haustüre eine gesunde, leckere und zugleich kostenlose Selbstversorgung im Naturpark.

Die Blüten können von April bis Mai gesammelt werden. Ab Mai bis Juni können die Knospen als Kapernersatz in Essig eingelegt werden oder getrocknet in der Pfeffermühle vermahlen werden und als sehr aromatisches Gewürz Verwendung finden. Die Zwiebel ist von Juni bis Februar als Delikatesse in Essig und Öl eingelegt zu genießen. Auch die schwarzen, reifen Samen können getrocknet und vermahlen, wie grüner Pfeffer, in der Küche verwendet werden.

Tipp: Vegane Bärlauchsuppe

Eine Zwiebel und zwei Kartoffeln schälen und würfeln, Zwiebel in Pflanzenfett andünsten und die Kartoffeln dazu geben. 600 ml Gemüsebrühe mit Salz & Pfeffer sowie einer Prise Muskatnuss würzen, einmal aufkochen und fünf bis zehn Minuten köcheln lassen. 100 Gramm Bärlauch waschen, trocken schütteln und grob hacken, in die Brühe geben und ca. zwei Minuten ziehen lassen, danach einen Esslöffel Apfelessig oder Zitronensaft und 100 ml Hafersahne unterrühren. Dann die Suppe cremig pürieren und nochmal abschmecken.

Energie Bärlauch-Smoothie

500 Gramm Äpfel, je 10 Gramm Bärlauch, Spitzwegerich, Schafgarbenblätter und acht Löwenzahnblätter, 1⁄4 Avocado,
1 Esslöffel Apfelessig oder Zitrone, 40 Gramm getrocknete Weintrauben oder Feigen sowie 300 ml Wasser, alles zusammen mixen, cremig pürieren und sofort genießen.

Bärlauch lässt sich zu Öl, Butter, Aufstrich, Sauce oder blanchiert als Gemüse, auch wie Spinat gemischt mit Brennnessel und Giersch, optimal zubereiten. Die Zwiebelwurzel kann zerdrückt oder zerkleinert, wie Knoblauch verwendet werden. Auch Bärlauchwein ist sehr bekömmlich. Beliebt ist Bärlauchpesto, das bis zu zwei Jahren haltbar ist. Einfrieren empfiehlt sich nicht, da der Bärlauch stark an Aroma verliert oder dieses an das Gefriergut abgibt. Gut einfrieren und ohne Aromaverlust lässt sich Bärlauchbutter. Vorsicht: Bärlauch kann mit Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Aronstab verwechselt werden, diese Pflanzen sind stark giftig.

Kulinarische Wildkräuter-Wanderungen zum blühenden Bärlauch finden im Naturpark Saar-Hunsrück statt.

Hintergrund:

Das Wildkraut wird bei Darmproblemen, Bluthochdruck, Rheuma, Arteriosklerose, Bronchitis, Fieber gerne verwendet. Der Bärlauch hat blutreinigende und stoffwechselanregende Eigenschaften. Die Blätter werden von Anfang März bis Ende Mai geerntet, da sie da am gehaltsvollsten sind. Sie enthalten mehr Eisen, Magnesium, Mangan, Vitamin C und ätherische Öle als der Knoblauch. In der Volksheilkunde wird er als Mittel gegen Arteriosklerose und hohen Blutdruck geschätzt. Wie seine Verwandten, Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch, gehört der Bärlauch zu den Wild- und Küchenkräutern mit entgiftender und blutreinigender Wirkung.

Informationen über den Naturpark erhalten gibt es bei der Naturpark-Geschäftsstelle Hermeskeil, Telefon 06503/9214-0 und info@naturpark.org.

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