++ Corona Trier aktuell: Landkreis Trier-Saarburg erreicht Warnstufe 2 ++

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Der Trierer "Hauptmarkt" - Foto: pixabay

TRIER. Am Wochenende wurden dem Gesundheitsamt Trier-Saarburg mittels der eingesetzten Meldesoftware 68 weitere Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet – 43 aus dem Landkreis Trier-Saarburg und 25 aus der Stadt Trier.

Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch deutlich höher liegen. Mehr als 100 Mitteilungen über Neuinfektionen konnten bisher nicht erfasst werden. „Wir brauchen weiteres Personal, um die zahlreichen Eingänge zeitnah erfassen und melden zu können“, beschreibt Gesundheitsamtsleiter Dr. Michels die Situation. Momentan konzentriere man sich deshalb auf größere Ausbruchsgeschehen und Infektionen besonders gefährdeter Personen.

 

Kennzahlen und Warnstufen

Landkreis in Warnstufe 2 – Neue Verordnung ab Mittwoch

Nach der noch bis Dienstag geltenden 27. Corona-Bekämpfungsverordnung verändert sich eine Warnstufe, wenn an drei aufeinanderfolgenden Werktagen jeweils zwei der drei Leitindikatoren mindestens den in der Verordnung festgelegten Wertebereich

Das Landesuntersuchungsamt (LUA) meldet für Trier und den Kreis Trier-Saarburg heute folgende Leitindikatoren für die Corona-Warnstufen (21.11.2021, 14.10 Uhr):

7-Tage-Inzidenz 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz Anteil Intensivbetten Rheinland-Pfalz (%) Warnstufe
Trier-Saarburg 152 3,0 6,29
Stadt Trier 99,3 3,0 6,29

 

Der Landkreis Trier-Saarburg erreicht damit Warnstufe 2. Die damit verbundenen Einschränkungen v.a. bei Veranstaltungen sind auf der Internetseite des Landes unter www.corona.rlp.de ersichtlich. Bereits am Mittwoch gilt die 28. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes mit neugefassten Maßnahmen in geänderten Warnstufen.

31 Patientinnen und Patienten aus dem Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes werden aktuell stationär behandelt – sechs mehr als gestern. Die Zahl der aktuell Infizierten wird am kommenden Montag aktualisiert.

Verhaltenshinweis nach einem positiven Testergebnis

Aufgrund der hohen Fallzahlen kommt es bei der Kontaktaufnahme des Gesundheitsamtes mit infizierten Personen und deren engerem Umfeld zu Verzögerungen. Daher wird nochmals darauf hingewiesen, dass man sich nach einem positiven Test umgehend nach Hause in Selbstisolation begeben, bekannte Kontaktpersonen informieren und bei Auftreten von Krankheitssymptomen umgehend den Hausarzt telefonisch kontaktieren sollte.

Appell an alle Bürgerinnen und Bürger

Stadt und Landkreis appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, sich bei Angeboten wie dem Impfbus (Termine und Standorte unter www.corona.rlp.de) oder zahlreichen Hausärzten impfen zu lassen sowie die Möglichkeit einer Auffrischungsimpfung zu nutzen. Dies gilt auch für die inzwischen mögliche Grippeschutzimpfung.

Das Gesundheitsamt rät nach wie vor, die geltenden Schutzregeln zu beachten, Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, regelmäßig zu lüften, Hände regelmäßig zu waschen und zu desinfizieren sowie Kontakte zu begrenzen. Dies Empfehlung gilt angesichts der aktuellen Entwicklung auch bei Veranstaltungen im Freien – trotz der Lockerungen für Veranstaltungen im Freien nach der 27. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes.

Die hohe Zahl an täglichen Neuinfektionen bringt das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung wieder an die Leistungsfähigkeit bei der Ermittlung von Kontakten infizierter Personen. Trotz personeller Aufstockung, die auch kurzfristige Anstellungen beinhaltet, kann es bei der Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt zu Verzögerungen kommen. Daher wird nochmals darauf hingewiesen, dass man sich nach einem positiven Test umgehend nach Hause in Selbstisolation begeben, bekannte Kontaktpersonen eigenverantwortlich informieren und bei Auftreten von Krankheitssymptomen umgehend den Hausarzt telefonisch kontaktieren sollte.


INFO WARNSTUFEN bis Dienstag, 23.11.2021

Seit dem 12.09.2021 gilt in Rheinland-Pfalz für die Landkreise und kreisfreien Städte ein neues Warnstufen-System, das drei Kennzahlen – sogenannte Leitindikatoren – jeweils täglich darstellt:

  • Die bekannte Sieben-Tage-Inzidenz (“Seismograf”),
  • die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz (“Schutzwert”), die die aktuell im Krankenhaus behandelten Covid-Patienten pro 100 000 Einwohner wiedergibt, und der
  • Anteil der von Covid-Patienten belegten Intensivbetten im Bundesland in Prozent (“Belastungswert”).

Übersteigen mindestens zwei der drei Indikatoren eine bestimmte Höhe, wird auch die Warnstufe erhöht und die Corona-Regeln verschärfen sich.

 

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