Dreyer verteidigt ihren Trierer Wahlkreis

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29.000 Menschen gaben ihre Stimme per Brief ab – soviele wie noch niemals zuvor. Ausgezählt wurden die Briefwahlstimmen erstmals in der Arena. Foto: Stadt Trier

TRIER. Malu Dreyer (SPD) hat am Sonntag bei der Landtagswahl ihr Direktmandat im Trierer Wahlkreis 25 verteidigt.

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis, das OB Wolfram Leibe in seiner Funktion als Wahlleiter gegen 22.45 Uhr bekanntgab, erhielt die amtierende Ministerpräsidentin mit 47,7 Prozent der Stimmen, zwar etwas weniger als 2016 (49,6 Prozent), ließ aber die Konkurrenz erneut weit hinter sich.

Thorsten Wollscheid (CDU) landete auf dem zweiten Platz mit 17,6 Prozent, gefolgt von Anja Reinermann-Matatko (Bündnis 90/Die Grünen) mit 13,5, Michael Frisch (AfD) mit 5,4, Julian Theiß (Die Linke) mit 4,7, Tobias Schneider (FDP) mit 3,9, Rudolf Rinnen (Freie Wähler) mit 3,5, Dr. Martin Schmidt (Die Partei) mit 2,9 und Dr. Ingrid Moritz (parteilos) mit 0,8 Prozent. Die Trierer Stadtteile Ehrang-Quint, Pfalzel, Ruwer-Eitelsbach und Biewer gehören zum Wahlkreis 24 (Trier-Schweich). Dort setzte sich CDU-Bewerber Lars Rieger mit 33,6 Prozent der Stimmen durch, vor Dirk Bootz (SPD) mit 29,7 Prozent.

Briefwahlzentrum in der Arena

Bei den Landesstimmen, die über die Zusammensetzung des Landtags bestimmen, lag in Trier die SPD mit 33,5 Prozent vorn (2016: 38,4). Auf den Plätzen zwei und drei landeten laut vorläufigem amtlichen Endergebnis die CDU mit 21,5 Prozent (27,0) und Bündnis 90/Die Grünen mit 17,2 Prozent (10,2). Die weiteren Stimmen verteilten sich auf die AfD mit 5,8 (9,5), die FDP mit 5,0 (5,6), die Linke mit 4,7 (5,1), die Freien Wähler mit 4,6 (1,3) und die sonstigen Parteien mit 7,8 Prozent (2,9).

Die Wahlbeteiligung in Trier lag bei 62,1 Prozent, ein leichter Rückgang gegenüber 2016 (65,5). Wegen der Corona-Pandemie lag der Anteil der Briefwählerinnen und -wähler so hoch wie noch nie: Von den 78.398 Wahlberechtigten gaben 29.007 ihre Stimme vorab per Brief ab. Um die Auszählung der Briefwahlstimmen zügig abzuwickeln und gleichzeitig das Abstandsgebot im Sinne des Infektionsschutzes zu gewährleisten, befand sich das Briefwahlzentrum erstmals in der Arena Trier. Auch die Wahlvorstände in den 67 Wahllokalen mussten diesmal besondere Hygienevorschriften beachten.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe dankte den rund 720 Wahlhelferinnen und -helfern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung für den reibungslosen Ablauf des Wahlsonntags und sagte: „Die Wahlbeteiligung zeigt, dass wir trotz Corona handlungsfähig bleiben. Ich gratuliere Malu Dreyer und Lars Rieger, den beiden direkt gewählten Abgeordneten der Trierer Wahlkreise und danke allen, die sich als Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen ließen. Demokratie lebt vom engagierten Mitmachen.“

(Quelle: Rathauszeitung Trier, Ralph Kießling)

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