„Menschenverachtende Haltung“- Nein zur Segnung homosexueller Paare nicht hinnehmbar

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Symbolbild; dpa

TRIER. Als Reaktion auf entsprechende Diskussionen in Deutschland, schreibt die Glaubenskongregation in Rom, dass gleichgeschlechtliche Verbindungen nicht dem „göttlichen Willen“ entsprechen würden. Zwar würdige diese „den aufrichtigen Willen“, „homosexuelle Personen anzunehmen, sie zu begleiten und ihnen Wege des Glaubenswachstums anzubieten“, eine Segnung könne jedoch nicht erfolgen, heisst es in dem Schreiben. Die Haltung des Vatikans in Rom stößt dabei vielen Katholiken bitter auf und wird in vielen Teilen scharf verurteilt – zeigt die deutliche Reaktion des Vatikans doch wieder einmal wie weltfremd und verschlossen in der „Institution“ Kirche gehandelt wird.

Auch die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), kritisiert die Entscheidung scharf:

„Die Katholische Kirche hat sich mit dem gestrigen Tag erneut schweren Schaden zugefügt. 
Die Ablehnung von Segnungen homosexueller Paare ist ein starkes Machtwort der römischen Glaubenskongregation!

Auch wenn die Kongregation beteuert, dass hier keine Diskriminierung von Menschen gewollt ist, so ist es doch nichts anderes. Homosexuelle Menschen, Transgender oder nicht-binäre Personen sind keine Menschen zweiter Klasse oder irr geleitete Fehlentwicklungen von Gottes Schöpfung. Es ist unchristlich und absolut diskriminierend diese Menschen als defizitär zu betrachten! Nicht die behauptete Absicht, sondern der Inhalt und seine Wirkung sind entscheidend dafür, ob eine Aussage diskriminierend ist.

Als Katholische Arbeitnehmer*innen-Bewegung im Bistum Trier verurteilen wir die menschenverachtende Haltung, die in dem Schreiben der Glaubenskongregation zum Tragen kommt. Als Verband, der sich gegen jede Form von Diskriminierung stellt, können wir diese Position nicht stillschweigend hinnehmen.

Jesus Christus hat das Liebesgebot über alles gestellt – die Liebe zu Gott, zum nächsten Menschen und zu sich selbst – und das ohne Einschränkungen! Die Liebe zweier Menschen – gleich welchen Geschlechts – zu segnen, kann also niemals etwas Schlechtes sein. Wir glauben fest, dass dort, wo die Liebe waltet, auch immer der Segen Gottes ist, von Menschen ausgesprochen oder nicht! Diesen Segen und damit Gott zu reglementieren halten wir für Gotteslästerung!

Statt eines angstvollen Dokuments, das die Veränderung des Lebens und des Glaubens fürchtet, wünschen wir uns mutige Gespräche, die uns im Dialog in die Zukunft führen. Daher hoffen wir weiter auf die Bemühungen der Menschen, die sich im Prozess des Synodalen Wegs engagieren. Wir wünschen allen Menschen Gottes Segen!

Für den Vorstand der KAB Trier, 
Pfr. Markus Krastl, Diözesanseelsorger “

7 KOMMENTARE

  1. 30EURO die sich lohnen:
    https://www.kirchenaustritt.de/rp

    Abgesehen davon ist das nicht logisch.
    Angenommen es gäbe einen göttlichen Willen. Dann gilt der egal was die Glaubenskongregation sagt. Wenn die Glaubenskongregation eine Entscheidung trifft, die durch Druck von unten geändert wird dann gibts zwei Möglichkeiten:
    Entweder der göttliche Wille war von Anfang an, homosexuelle Paare zu segnen, dann lag die Glaubenskongregation falsch und es ist total egal was sie sagt und den Segen haben homosexuelle Paare dann so oder so.
    Oder es ist nicht der göttliche Wille dass homosexuelle Paare gesegnet werden, dann nützt auch die Verhaltensänderung der Glaubenskongregation nix, denn wenn sie zu einem Umdenken gezwungen wird und segnet ist der Segen trotzdem nicht gültig da er nicht Gottes Wille entspräche.

    Wenn der durchschnittliche Gläubigge also auf eine Verhaltensänderung der Glaubenskongregation in seinem Sinne hofft dann ist er nur zu feige, für sich selber eine Entscheidung zu treffen, nämlich ob ihm egal ist was die katholische Kirche tut und sagt oder nicht.

  2. Wenn Gott keine Schwulen und Lesben gewollt hätte , warum hat er sie denn geschaffen , das wäre doch das Verständnis aus dem heraus dass Gott die Welt erschaffen haben soll.

    Pragmatisch gedacht , warum Mitglied sein und Mitgliedsbeitrag zahlen wenn man im Club nicht willkommen ist, zum glauben braucht man nicht die Institution der katholischen Kirche.

  3. Ohhhh, keine Segnung für gleichgeschlechtliche Paare!?
    Willkommen in Germamimimi, wo jammern und Gleichmachung um jeden Preis
    das Land der Dichter und Denker ablöst!

  4. Segnung? Na klar, Adam und Eva waren ja auch vor 5800 Jahren das erste Menschenpaar.
    Die Kirchenmänner haben im Laufe der Jahrhunderte zu viel Weihrauch inhaliert.
    😉

  5. Mein Bruder wurde als achtjähriger ( !! ) eine halbe Minute vor dem offiziellen Ende der am Samstagabend stattfindenden „Vorabendmesse“ an einem kalten Novembertag vor versammelter Kirchengemeinde von unserem damaligen Dorfpfarrer durch eine saftige Ohrfeige gesegnet , weil er es gewagt hatte, seine Wollmütze aufzusetzen.

    Ich saß eine Bank hinter ihm und war 11.

    Obwohl dieses Erlebnis meiner Familie vor fast fünfzig Jahren zuteil wurde, hat es
    mein Verhältnis zu den “ warmherzigen Brüdern “ der kath. Kirche bis heute geprägt und belastet…

  6. Jeder sehe, wo er bleibe…
    Wenn die Leitung der Katholen in Rom so weitermacht, dann sehe ich ihren Platz bald zwischen Zeugen Jehovas und Mormonen – eine Sekte, auf die niemand hört und über die ob der abstrusen Inhalte jeder lacht. Zwar gebieten es Anstand und Toleranz, den Glauben eines Menschen zu achten, aber das kann nicht bedeuten, jedem Unfug etwas abgewinnen zu wollen, ganz abgesehen davon, das Toleranz nur auf Menschen, Gruppen oder Institutionen beziehbar ist, die selber Toleranz üben. Die Katholiken wären gut beraten, sich um die vielen Leichen im eigenen Keller zu kümmern und Liebende Liebende sein zu lassen. Ansonsten fordert bürgerliches Engagement auch massivere Formen von Widerstand. Der Bogen ist inzwischen überspannt und langsam reicht es!

  7. Ich weiß nicht warum Ihr unbedingt von jemandem gesegnet werden wollt der euch nicht achtet.
    Habt Ihr den keine Selbstachtung?
    Die selbe Frage stelle ich mir warum Frauen unbedingt bei dieser frauenfeindlichen Männerdomäne oben mitmischen wollen.
    Habt Ihr den keine Selbstachtung?
    Sie alten intoleranten, schwulenfeindlichen Opas könnten mir an Eurer Stelle sowas von gestohlen bleiben.
    Ich hab keine Ahnung warum Ihr so einen Bohei darum macht , das die Euch nicht wollen ’schulterzucken‘
    Wer mich nicht will den brauch ich auch nicht!!!!
    Und bezahlen würde ich die schon garnicht.

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