PÜNDERICH/BRIEDEL. 120 Jahre Bildung, Gemeinschaft und Dorfleben: Die Grundschule Briedel-Pünderich hat das Jubiläum ihres Schulgebäudes in Pünderich mit einem großen Schulfest gefeiert. Für viele Gäste war es ein besonderer Tag voller Erinnerungen – denn zahlreiche Eltern und Großeltern standen selbst einmal als Kinder auf diesem Schulhof.
120 Jahre Schule in Pünderich gefeiert
Die Grundschule Briedel-Pünderich hat am vergangenen Wochenende das 120-jährige Bestehen des Schulgebäudes in Pünderich gefeiert. Jung und Alt kamen zu einem großen Schulfest zusammen, um diesen besonderen Meilenstein zu würdigen.
Die Stimmung war geprägt von Nostalgie, Freude und viel Verbundenheit mit der Schule. Für viele Eltern und Großeltern schloss sich an diesem Tag ein Kreis: Sie waren vor Jahren selbst als Schülerinnen und Schüler über den Schulhof gelaufen.
Von der Volksschule zur modernen Dorfschule
Die Geschichte der Schule spiegelt den Wandel im Bildungswesen wider. Einst als klassische Volksschule gegründet, ist sie heute eine kleine, charmante Grundschule, die fest im Dorfleben von Briedel und Pünderich verankert ist.
Doch der Weg zum Jubiläum war nicht selbstverständlich. Vor einigen Jahren stand die Grundschule Briedel-Pünderich kurz vor dem Aus. Sinkende Schülerzahlen und Vorgaben des Landes bedrohten den Standort.
Dass die Schule heute noch besteht, ist vor allem dem Einsatz der Bevölkerung sowie von Bürgermeister a.D. Karl-Heinz Simon zu verdanken. Durch großes Engagement konnte eine endgültige Schließung verhindert werden.
„Schule im Dorf“ heute gefragter denn je
Heute gilt die Schule im Dorf als wertvoller Standort für die Ortsgemeinden Briedel und Pünderich. Die Grundschule steht dabei nicht nur für Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern auch für Gemeinschaft, Verlässlichkeit und soziales Lernen.
Besonderen Wert legt die Schule auf die Entwicklung von Sozialkompetenz. Wie gut dieses Miteinander funktioniert, zeigte bereits die Vorbereitung des Jubiläums.
Die 45 Kinder gestalteten das Fest gemeinsam mit dem Schulkollegium aktiv mit. Sie studierten Aufführungen ein, übernahmen die Moderation und bemalten im Vorfeld Blumentöpfe und alte Stühle. Diese wurden beim Schulfest verkauft. Der Erlös kommt künftigen Schulprojekten zugute.
Bürgermeister lobt den „guten Geist“ der Schule
Bürgermeister Jürgen Hofmann hob in seiner Festansprache den besonderen Charakter der Grundschule hervor.
„An der Grundschule Briedel-Pünderich sind alle engagiert, damit die Schülerinnen und Schüler etwas fürs Leben lernen. Dazu gehört nicht nur die Vermittlung des ABC oder des kleinen Einmaleins. Dazu gehört genauso die Einübung von Sozialverhalten“, sagte Hofmann.
Neben der möglichen täglichen Betreuung bis 16 Uhr mit warmer Mahlzeit gebe es zahlreiche Angebote, die Teamgeist und Sozialverhalten der Kinder fördern – darunter Lesenächte, Baumpflanzaktionen, Projektwochen und der neue Schulgarten.
Denkmalgeschütztes Gebäude soll erhalten bleiben
Als Schulträger wolle die Verbandsgemeindeverwaltung das denkmalgeschützte Gebäude sichern, damit es auch künftigen Generationen als Ort des Lernens dienen könne.
Hofmann lobte zudem das große Engagement des Lehrerkollegiums und der Eltern. Ohne deren Leidenschaft würde die Schule heute in dieser Form nicht existieren.
Als Anerkennung und Geburtstagsgeschenk überreichte er Schulleiterin Nicola Mäurer einen Büchergutschein für die Schulbibliothek.
Fröhliches Fest zum runden Geburtstag
Das Jubiläum endete als rundum gelungener Nachmittag mit fröhlichen Kindern, vielen Erinnerungen und zufriedenen Gästen.
120 Jahre nach dem Bau des Schulgebäudes zeigte sich: Die Grundschule Briedel-Pünderich ist mehr als ein Lernort. Sie ist ein Stück Dorfgeschichte – und für viele Familien ein Ort mit Herz.



















