Nach tödlichen Schüssen durch Polizisten – „Messer-Angreifer“ wird obduziert

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Der bei einem Polizeieinsatz in einer Mainzer Wohnanlage getötete mutmaßliche Messerangreifer ist am Donnerstag obduziert worden.

Dabei sollte unter anderem geklärt werden, ob der 57-Jährige unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand, wie die Staatsanwaltschaft in Mainz berichtete. Zudem gehe es darum, von wie vielen Schüssen aus der Polizeiwaffe er getroffen wurde und welche davon tödlich waren. «Erfahrungsgemäß liegen die Ergebnisse dieser Untersuchungen nicht zeitnah vor», sagte Oberstaatsanwältin Andrea Keller.

Der Mann soll am Dienstagabend einen 76 Jahre alten Nachbarn mit einem Messer schwer verletzt haben. Das Opfer liegt weiterhin im Krankenhaus und kann voraussichtlich auch in den nächsten Tagen noch nicht vernommen werden. Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar.

Bei der Festnahme ging der mutmaßliche Angreifer nach Polizeiangaben mit einem Messer auf die Beamten zu und soll auch durch Pfefferspray und einen Elektroschocker (Taser) nicht zu stoppen gewesen sein. Daraufhin schoss einer der Beamten auf den 57-Jährigen und tötete ihn. Das Messer habe eine Klingenlänge von 11,5 Zentimeter, sagte Keller.

Mindestens vier Beamte seien während der Schüsse auf der Terrasse der Wohnung im Erdgeschoss anwesend gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Im Einsatz in der Wohnanlage seien mindestens sieben gewesen. Ob der Beamte, der geschossen hat, einen Kollegen schützen wollte, sei Teil der Ermittlungen.

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