Rentner verurteilt! 67-Jähriger verkaufte über 100 Deko-Waffen

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Nachgemachte und täuschend echt aussehende Waffen liegen in einem Schaufenster. Foto: Peter Kneffel/Archiv

ZWEIBRÜCKEN. Ein Rentner, der mehr als 100 sogenannte Deko-Waffen aus der Slowakei nach Deutschland eingeführt und verkauft hat, ist vom Landgericht Zweibrücken zu zwei Bewährungsstrafen verurteilt worden.

Der 67-Jährige wurde am Freitag für schuldig befunden, gegen das Kriegswaffenkontroll- und gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben, wie das Gericht mitteilte. Es verhängte Bewährungsstrafen von zwei Jahren sowie einem Jahr und drei Monaten. In eine der beiden Bewährungsstrafen wurde nach Angaben einer Sprecherin ein Urteil einbezogen, das in der Zwischenzeit in einer anderen Sache ergangen war.

Der Angeklagte hatte in dem Prozess den Erwerb der Deko-Waffen eingeräumt, eine Beteiligung an illegalem Handel aber bestritten. Die Maschinenpistolen und Sturmgewehre waren der Staatsanwaltschaft zufolge nur scheinbar nicht funktionstüchtig. In die Läufe waren zwar Stifte oder Gashülsen eingebracht, diese waren aber ohne großen Aufwand zu entfernen.

Experten sehen seit Jahren mit Sorge einen internationalen Handel mit vermeintlichen Deko-Waffen aus der Slowakei. Sie werfen dem EU-Staat lasche Vorschriften zum Umbau von Kriegs- in Schreckschusswaffen vor. So soll der Amokläufer von München von 2016 eine Theaterwaffe benutzt haben, die unscharf und später wieder gebrauchsfähig gemacht wurde. Die Waffe soll ein Prüfzeichen aus der Slowakei getragen haben.

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