Vertrauensbruch durch die Bundesregierung: Pharmakonzern streicht Investitionen in RLP

Der Bau einer neuen Produktionsstätte von Eli Lilly in Alzey für einen Milliardenbetrag ist ein echtes Leuchtturmprojekt. Das wurde nun zusammengestutzt - zum Leidwesen der rheinhessischen Stadt.

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Die Bauarbeiten in Alzey laufen, doch soll das neue Werk nun mit einer verminderten Kapazität 2027 an den Start gehen. (Archivbild) Foto: Arne Dedert/dpa

ALZEY. Alzey hofft trotz der angekündigten Reduzierung der Investitionen des US-Pharmakonzerns Eli Lilly in einen neuen Standort in der Stadt noch auf eine Wende zum Guten. Vielleicht gebe es ja noch ein Umdenken, sagte Bürgermeister Steffen Jung (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Er selbst habe am Mittwochvormittag von der Entscheidung des Unternehmens erfahren, seitdem stünden die Telefone nicht mehr still. Er stehe in Kontakt mit der Landesregierung und mit Abgeordneten in Berlin.

Eli Lilly baut derzeit in einem Gewerbegebiet in Alzey eine Produktionsstätte auf. In die sollten 2,5 Milliarden US-Dollar gesteckt werden. Am Mittwoch dann kündigte das Unternehmen an, angesichts des gesundheitspolitischen Kurses in Deutschland – konkret der Sparpläne in der Gesundheitspolitik – nur noch die Hälfte des Geldes in Alzey investieren zu wollen.

Ihm sei von Unternehmensseite signalisiert worden, dass es definitiv nicht an der Zusammenarbeit mit der kommunalen Ebene liege, sagte Jung. Dass sich Bundespolitik derart auswirke, Eli Lilly gar von einem Vertrauensbruch durch die Bundesregierung spreche, sei schon enttäuschend und mache sauer. Nun müsse abgewartet werden, wie es weitergehe. Positiv sei zumindest, dass das Werk nach wie vor 2027 in Betrieb genommen werden solle. (Quelle: dpa)

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