MAINZ. Die Reben blühen 2026 in vielen deutschen Weinregionen deutlich früher als sonst. «Die Rebblüte hat in warmen Lagen teilweise schon in der sehr sonnigen Phase Ende Mai begonnen und ist dort sehr zügig und ohne Probleme verlaufen», sagte der Sprecher des Deutschen Weininstituts, Ernst Büscher.
«Diese Weinberge weisen einen Entwicklungsvorsprung von gut einer Woche gegenüber dem 30-jährigen Mittel auf.» Die Beeren hätten in diesen Lagen bereits die Größe von Schrotkörnern erreicht. Je nach Rebsorte zeichne sich ein Lesebeginn bereits im August ab. In der Regel können die Trauben etwa 90 bis 100 Tage nach der Blüte geerntet werden.
In kühleren Lagen zieht sich die Blüte aber noch hin
In kühleren Lagen und Regionen sieht es ganz anders aus: «Dort zieht sich die Rebblüte derzeit aufgrund der kühleren Witterung seit Anfang Juni noch etwas länger hin», sagte Büscher. Die Blüte werde aber mit dem Anstieg der Temperaturen in den kommenden Tagen auch dort beendet sein.
Innerhalb eines Weinbergs gebe es mancherorts größere Unterschiede beim Fortschritt der Blüten. Dies bedeute für manche Winzer, dass sie auch innerhalb eines Weinbergs zu unterschiedlichen Zeit lesen müssten. (Quelle: dpa)













