Inflation in Deutschland steigt im März 2026 auf 2,7 Prozent: Energiepreise treiben Teuerung wieder an

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Eine Kassiererin gibt einer Kundin Geld an der Kasse eines Supermarktes
Eine Kassiererin gibt einer Kundin Geld an der Kasse eines Supermarktes. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

BERLIN. Die Inflation in Deutschland hat im März wieder deutlich angezogen. Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7 Prozent. Im Februar hatte die Teuerungsrate noch bei 1,9 Prozent gelegen. Damit erreicht die Inflation den höchsten Stand seit Anfang 2024.

Auch im Monatsvergleich legten die Preise kräftig zu: Gegenüber Februar stiegen die Verbraucherpreise um 1,1 Prozent.

Energiepreise treiben die Inflation in Deutschland

Als zentraler Treiber gilt die Entwicklung bei den Energiepreisen. Vor allem Kraftstoffe und Heizöl haben sich deutlich verteuert. Das schlägt inzwischen spürbar auf die allgemeine Inflation in Deutschland durch.

Kraftstoffe und Heizöl deutlich teurer

Besonders stark fiel der Anstieg bei einzelnen Energieprodukten aus. Nach vorliegenden Angaben verteuerte sich leichtes Heizöl im Jahresvergleich massiv. Auch Kraftstoffe wie Benzin legten deutlich zu.

Das zeigt: Die aktuelle Teuerung im März 2026 ist nicht nur statistisch sichtbar, sondern kommt auch bei vielen Verbrauchern direkt im Alltag an – etwa beim Tanken oder Heizen.

Experten erwarten weitere Preissteigerungen

Volkswirte rechnen damit, dass die Entwicklung in den kommenden Monaten noch nicht beendet ist. Schmieding erwartet, dass steigende Energiepreise zeitverzögert auch die Preise anderer Güter weiter nach oben treiben.

Er sagte zudem, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten über 3 Prozent steigen könne. Sollte sich die internationale Lage weiter verschärfen, seien auch noch stärkere Ausschläge nicht ausgeschlossen.

Ifo-Institut sieht wachsenden Preisdruck

Auch aus der Wirtschaft kommen Signale für weiter steigende Preise. Laut einer aktuellen Umfrage des ifo-Instituts planen deutlich mehr Unternehmen in Deutschland, ihre Preise anzuheben.

Der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe, erklärte: „Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu.

Steigende Energie-, Produktions- und Transportkosten würden zunehmend an die Verbraucher weitergegeben.

Bundesbank rechnet ebenfalls mit höherer Inflation

Auch die Bundesbank geht davon aus, dass die Inflationsrate in den kommenden Monaten weiter steigen dürfte. In aktuellen Einschätzungen wird ein Anstieg in Richtung 3 Prozent erwartet.

Damit verdichten sich die Hinweise, dass die Phase einer etwas schwächeren Inflation in Deutschland vorerst beendet sein könnte.

Hintergrund: Internationale Krisen belasten die Märkte

Hintergrund der jüngsten Entwicklung sind vor allem die starken Bewegungen auf den internationalen Energiemärkten. Höhere Öl- und Gaspreise wirken sich schnell auf Unternehmen und Haushalte aus – und treiben so die Verbraucherpreise in vielen Bereichen.

Da Energie eine Schlüsselrolle in Transport, Industrie und Versorgung spielt, reichen die Folgen weit über den Energiesektor hinaus.

Fazit: Inflation in Deutschland zieht wieder an

Die Inflation in Deutschland ist im März 2026 deutlich auf 2,7 Prozent gestiegen. Hauptursache sind höhere Energiepreise, die sich zunehmend auf den Alltag der Verbraucher und auf die Wirtschaft auswirken. Experten und Institutionen wie das ifo-Institut und die Bundesbank rechnen damit, dass der Preisdruck in Deutschland in den kommenden Monaten weiter hoch bleibt.

6 Kommentare

  1. Aber was ist all das schon im Vergleich zum Leid von Collien Fernandes? Das bewegt die Nation, also wenigstens jenen Teil der Nation, dem Preise egal sein können wie Fernandes selbst und die Millionenerbin Luisa Neubauer und all jene, die darüber so ausführlich berichten, und zu den Demonstrationen pilgern. Fernandes öffnen sich die Zeitungsspalten und die Studios der Sendeanstalten wie Caren Miosga, nicht den einfachen Leuten und ihrem alltäglichen Kampf um das tägliche Auskommen. Der dauerempörte Teil der Bevölkerung hat nichts gelernt aus der Medienwallung um Gil Ofarim und den Wetterfrosch Jörg Kachelmann, um mal nur die Prominenten zu nennen. Da ist jede Gelegenheit willkommen, sich als die besseren Menschen in Szene zu setzen, jedenfalls allemal besser als der alte weiße Mann mit seinem Patriarchat. Denn der kümmert sich ja in den Augen dieser Bessermenschen nicht um das Leid der anderen, kümmert sich nur um seine Familien, die er versucht, unter den steigenden Preisen über die Runden zu bringen. Preise und die Familien des alten weißen Mannes scheinen wiederum die Bessermenschen keinen Deut zu scheren. Und so kommt es, dass der viel gescholtene alte weiße Mann nicht teilnimmt an den Demonstrationen der Bessermenschen, obwohl – o Wunder – doch gerade bei der Trierer Demo auch Männer von den Veranstaltern ausdrücklich zur Teilnahme aufgefordert waren. Die Teilnahme soll ja nicht so umwerfend gewesen sein. Geht es dann doch nicht ohne den alten weißen Mann?

      • Schönes Beispiel für Leute, die außer ihrer Empörung nichts vorzutragen haben. Oder sollte etwa mit diesen wenigen Worten, die ein Schlagwort umrahmen, etwas Klares gesagt werden? Was soll „Whatsaboutism“ sein? Kannst du kein Deutsch. Andererseits: würdest du dich auf Deutsch ausdrücken, würde jeder sofort erkennen, wie inhaltsleer dieser Satz ist. Sollte ich dir Unrecht tun und du tatsächlich etwas ausgesagt haben wollen, dann nehme ich das natürlich zurück. Aber erst einmal musst du etwas vortragen, was als sinnvoll erkannt werden kann.

    • @Otto
      Wer sich halbwegs für die Details von Wirtschaft und Politik interessiert, wird bereits entsetzt und hilflos zusehen, wie das heutige Deutschland komplett an die Wand gefahren wird. Wir haben bereits ein neues Deutschland, und es ist alles andere als schön: ein übergriffiger Staat mit sozialistisch‑autoritären Zügen, gesellschaftlich eingeschränkter Meinungsfreiheit, feudalen Steuererhebungen, schlechter Gesundheitsversorgung, unsicheren Straßen und unglaublichen Teuerungsraten. Deindustrialisierung, zunehmende Arbeitslosigkeit sowie eine wuchernde, teure und arrogante Verwaltung.

      • Das wurde doch rechtzeitig angekündigt.

        Motto: [ Ihr werdet nichts besitzen aber trotzdem glücklich sein. ]

        Es besteht ja noch Hoffnung auf Rettung, nachdem jetzt der Gordon Schnieder das Zepter übernommen wird. Der wird Euch zusammen mit dem Kanzler in eine wundervolle Zukunft führen. Endlich eine saubere Umwelt weil niemand sich das Benzin leisten kann.

        Besitz ist nur Ballast. Wenn uns alles weggenommen wird können wir uns endlich wieder an den wichtigen Dingen des Lebens erfreuen, z.B. Brot und Mehl aus Mehlwürmern u.s.w. Es kann natürlich sein dass Gordon Schnieder zusammen mit Sven Teuber überraschende Lösungen aus dem Hut zieht. Also es besteht noch Hoffnung 🙂

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