Mordfall Lopez: Freiwillige DNA-Probe führte zum Tatverdächtigen

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Bei einer Pressekonferenz in Koblenz äußern sich die Ermittler zu dem Fall. Foto: Thomas Frey/dpa

KOBLENZ – Der Tatverdächtige im Mordfall Amy Lopez konnte aufgrund einer freiwilligen DNA-Probe ermittelt werden.

«Der anschließende Abgleich mit der gesicherten molekulargenetischen Tatortspur führte zu einer Identifizierung des bislang unbekannten Spurenverursachers», sagte Simone Roeder von der Ermittlungsgruppe Cold Case beim Polizeipräsidium Koblenz.

Im Zuge einer Neubewertung des Falls habe man jüngst Personen in den Blick genommen, die bei den damaligen Ermittlungen nicht im Fokus standen. «Auf dieser Grundlage wurde bei einer Vielzahl von Personen eine freiwillige DNA Vergleichsprobe erhoben.»

Der am Montag verhaftete 81-Jährige sei auch 1999 als Ermittlungsspur erfasst worden, sagte Roeder weiter. Der Hinweis beruhte auf einer Verurteilung wegen versuchter Vergewaltigung im Jahr 1999. Aber: Die Bewertung der Spur habe nicht zur Begründung eines konkreten Tatverdachts geführt. Insgesamt habe es in dem Fall Amy Lopez knapp 300 Ermittlungsspuren gegeben.

Der Tatort von damals ist eine Art Lost Place, das einstige Arbeitszimmer des preußischen Generals und Festungsbaumeisters Aster. Foto: Thomas Frey/dpa

Der Tatverdächtige in dem mehr als 30 Jahre alten Mordfall Amy Lopez soll aus sexuellen Motiven gehandelt haben. Die 24 Jahre alte US-amerikanische Touristin sei nach der Tat im Jahr 1994 im unteren Körperbereich nicht mehr bekleidet gewesen, sagte Mario Mannweiler von der Staatsanwaltschaft Koblenz. «Der Slip fehlte.» Es werde davon ausgegangen, dass der Täter diesen mitgenommen habe.

Die junge Frau sei während der Tat sexuell missbraucht worden, berichtete der Ermittler. Das Opfer sei stranguliert, mit einem Stein gegen den Kopf geschlagen und mit mehreren Messerstichen traktiert worden. An diesen sei Amy Lopez schließlich gestorben.

Vor wenigen Tagen dann wurde ein mittlerweile 81 Jahre alter Deutscher in seiner Wohnung in der Nähe von Koblenz festgenommen. Der Mann hat sich nach seiner Festnahme nach Angaben von Mannweiler noch nicht zu der Tat geäußert. Er sitzt in Untersuchungshaft.

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